YASHIN – The Renegades

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Die aus Glasgow stammenden YASHIN sind vom Schicksal abgestraft: Ihr Indie-Label ging pleite und eine deutsche Agentur, die sie eigentlich als Main-Support für WE BUTTER THE BREAD WITH BUTTER buchen sollte, sprang kurz vor Tour ab. Das Tief haben Sie überwunden. Sie sind die Abtrünning, die jetzt auf alles scheißen. Sie sind “The Renegades”.

Auf ihrem vierten Longplayer gibt es Metalcore mit rockigen Riffs, die den Metal in Metalcore durch Mainstream-Gitarrenmusik ersetzen. Dazu kommen Klargesang und Shouts, die von zwei Sängern eingesungen wurden. Dieses Wechselspiel findet sich in jedem Song, Rap gibt es nur in zwei. Die Cleanvocals sind amerikanischer Färbung: auf dem Album geil und erinnern an US-Teenie-Filme, aber sie simd live nicht transportierbar. So viel steht fest.

Genau das ist YASHINs Hauptproblem: Auf “The Renegades” klingen sie echt gut. Moderner Metalcore mit einem Hang zu Pop. Das findet man bei WE CAME AS ROMANS oder ASKING ALEXANDRIA auch. Aber die Scheibe klingt aufpoliert, wurde ohne Höhen und Authentizität produziert, und bleibt aus diesem Grund nicht im Gedächtnis hängen.

5 von 10 Punkten auf der “I-danced-with-fate”-Skala