WHILE SHE SLEEPS, CANCER BATS

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Nach der Support-Tour mit IN FLAMES sind WHILE SHE SLEEPS im April auf großer Headline-Tour durch Europa. Als direkter Support fahren die Kanadier CANCER BATS mit, außerdem sind HUNDREDTH sowie OATHBREAKER dabei. Bei frühlingshaften Temperaturen fanden am 16. April nur wenige dutzend Zuschauer pünktlich zum Einlass den Weg in die Frankfurter Batschkapp, sodass OATHBREAKER ihren kryptischen Hardcore vor quasi leerer Halle darboten. Die künstlerische Musik, die teilweise aus einer Minute langem Rauschen besteht, fand auch nur geringen Anklang.

HUNDREDTH brachten nicht nur mehr Fans mit, sondern boten mit ihrer energiegeladenen Show für Ohren und Augen. Sänger XY legte gefühlte fünf Kilometer zwischen den Gitarrenamps, dem Drum Kit und dem Bühnenrand hin. Musikalisch bewegen HUNDREDTH im Bereich des Hardcores mit seltenen Melodic Einschüben. Die US-Amerikaner boten sogar noch einen Song ihres im Juni erscheinenden Longplayers “Free” dar.

Bei CANCER BATS hatte sich die Batschkapp inzwischen zur Hälfte gefüllt. Zu Beginn ihres Sets häuften sich die neuen Songs ihres kürzlich veröffentlichten fünften Albums “Searching For Zero”, darunter unter anderem “Satellites” oder “True Zero”. Gegen Ende spielte das Quartett um Fronter Liam Cormier Lieder älteren Ursprungs, damit stieg auch der Anteil des Sludges und American Metals. Der Intensität der immer wieder aufflammenden Circle Pits tat dies aber keinen Abbruch – ganz im Gegenteil.

In rotes Licht getunkt, betraten WHILE SHE SLEEPS gegen viertel nach zehn die Stage und begannen ihr Set mit vielen neuen Hits, die vom Publikum gut erwidert wurden. Doch viel besser wurden Klassiker wie “Our Courage, Our Cancer” oder “Crows” angenommen. Die Sheffielder zeigten eine sehr gute Bühnenpräsenz, allen voran Sänger Loz Taylor , der trotz kürzlich absolviert Stimmband-OP eine sehr gute Figur machte, und Bassist Aaran McKenzie.

Die gute Laune im Publikum stieg von Band zu Band, dass die Meisten wegen WHILE SHE SLEEPS gekommen waren, war deutlich zu merken, insbesondere da OATHBREAKER sowie HUNDREDTH kaum Applaus ernteten. Alles in allem war der Abend ein gutes Konzerterlebnis in kleinem Rahmen, denn nur wenige Tickets wurden verkauft, die Batschkapp hätte gut und gerne das doppelte Kontinent aufnehmen können.