TRANSPORT LEAGUE – Napalm Bats & Suicide Dogs

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Transport-League---Napalm-Bats-&-Suicide-Dogs-(Ltd.Vinyl-Version)---(Vinyl)

Tony Jelencovich ist der kreative Kopf hinter TRANSPORT LEAGUE, die schon seit 1994 aktiv sind. Die ehemals als Nebenprojekt geplante Band pausierte ab 2005 für vier Jahre. Seit 2009 sind die Götheburger mit ihrem Boogie From Hell, ihrem eigenen Subgenre zwischen Heavy Metal und Rock ‘n’ Roll, wieder zurück. “Napalm Bats & Suicide Dogs” ist ihr sechster Longplayer.

Die Instrumente wurden nah am Live-Sound der Band produziert, sodass die Gitarren im Studio zwar gedoppelt wurden – das heißt beispielsweise die Spur der Rhythmus-Gitarre wurde zweimal separat aufgenommen und für mehr auditives Volumen übereinander gelegt – aber trotzdem ein dünnerer Klangteppich zu vernehmen ist, wenn die Lead-Gitarre zum Solo ansetzt. Dieser Fakt ist eine Nennung wert, denn TRANSPORT LEAGUE agieren fern ab von einer High-End-Produktion.

Ähnlich wie die BEATLES, deren “Helter Skelter”-Strophe in “Burning Bible” angespielt wird, gehen die Songs zwar gut in den Kopf, sind aber doch sehr überschaubar konstruiert. Allerdings haftet TRANSPORT LEAGUE nicht das Nettigkeits-Image an, welches sie mit aller musikalischen Wucht versuchen zu vertreiben. Mit einem solchen Groove wird sich auch niemals dieser Staub absetzen. Amerikanische Einflüsse wie PANTERA oder SEPULTURA werden in den härteren Songs immer wieder reflektiert; in den wenigen Atempausen erinnert Jelencovichs Songwriting aber eher an LED ZEPPELIN oder KYUSS.

“Napalm Bats & Suicide Dogs” ist bei weitem kein Meilenstein im Musikbusiness – dafür sind die Schweden einfach zu unbekannt und leider auch unkreativ. Älteren Rock- und Metal-Fans oder Liebhaber der alten Zeiten finden in TRANSPORT LEAGUE allerdings einen guten, kontemporären Interpreten.

6 von 10 Punkte auf der “helleluja-vampire-ride”-Skala