Tour-Diary: UNITED WE FALL

Artikel von
UWFTour

Fünf Freunde auf Tour: UNITED WE FALL. Das Quintett hat auch 2015 eine Tour auf die Beine gestellt. Mit dabei sind RESONANT OF MIND; gemeinsam werden zehn Städte in Deutschland und Österreich angefahren. Sänger Ruben wird euch mit diesem Tour-Diary unterhalten, damit ihr seine Band virtuell begleiten könnt. Der 17. August wird zudem fotografisch auf DEARLY DEMENTEDs Instagram-Profil dokumentiert.

Update I:

Drei Tage sind gerade erst vorbei, und bereits jetzt eine riesige Zeit gehabt. Nachdem wir, UNITED WE FALL, vergangenen Freitag im Kombi unseren fünfstündigen Weg nach Simbach am Inn bahnen konnten, erwarteten uns vor Ort bereits zahlreiche Schaulustige, sowie unsere vier Mitstreiter für die kommenden zehn Tourtage, RESONANT OF MIND (kurz: ROM). Nach dem obligatorischen Händeschütteln und Umarmungen ging es dann auch bereits recht zeitlich ans Eingemachte. Den Abend eröffneten die Münchner Jungs von MAY THE TEMPEST, wir folgten als zweites. Die Zuschauer schienen bester Laune sowie Tanzbereitschaft, was sich dann vor allem nochmal bei ihren Lokalmatadoren ROM zementierte. Mit einem super-tighten und Anthem-reichen Set rundeten die vier Jungs dann den Abend passend ab.

Nach der ersten gemütlichen Übernachtung im Familienhaus von Philipp, ROMs Drummer, ging es dann auch endlich im gemeinsamen Tour-Van weiter nach Österreich. Angekommen in Flachau mitsamt ein wenig Freizeit ging es dann auch bereits mit dem vollen Touri-, oder besser gesagt Kinderprogramm los: Sommerrodelbahn, Trampoline, Seebaden, et cetera. Abends ging es dann ebenso motiviert zum Rockwerk, um den dortigen Apres Ski-Stammgästen einzuheizen. Geschlafen wurde dann ebenso stilvoll – ROM im … errmm … ‘Etablissement’ über der Venue und wir in einer Villa. Ja, Villa. Über den zweiten Tag konnte man sich daher also ebenso wenig beschweren. An der Stelle nochmals Riesendank an Mike für all seine Mühen!

Sonntags ging es dann direkt weiter nach Passau, wo wir zu aller erst die wunderschöne Altstadt erkundeten. Anschließend wurde mitsamt neuer lokaler Bekanntschaften erst eine großartige Show (vor allem für einen Sonntagabend!) hingelegt und danach nochmals die Stadt unsicher gemacht. Geschlafen wurde dann direkt in der Location Frei*raum, wo wir morgens vom Promoter Hasi mit Frühstück und seinem Hund begrüßt wurden. Gut gestärkt ging es dann weiter nach München … die Stories dazu und viele mehr folgen im Diary Part II.

 

Update II:

Als vierter Tourstop ging es nach München, besser gesagt zur Garage Deluxe (btw, JUDAS PRIEST spielten 2008 auf genau der selben Bühne, saaay whaaat?!). An der Venue angekommen wurden erst mal wieder die obligatorischen Hände geschüttelt und WLAN-Passwörter herumgereicht. Nachdem beim örtlichen Asiaten eingekauft und auch noch ein großartiges Curry verzehrt wurde, ging es dann auch schon schon wieder zurück zur Garage und der Abend konnte beginnen. Den Anfang machten die Locals BURIAL OF ALL DREAMS, die trotz Montagabend die Leute schon zum Bewegen motivieren konnten. Wir spielten kurze Zeit danach und ROM als letzte. Der Headliner AS TIME WENT BY hatte leider krankheitsbedingt abgesagt, doch ließ es sich deren Frontmann Patrick nicht nehmen, vorbeizuschauen und obendrein noch ein geiles Featuring bei ROM zu machen. Die Show unserer Tourkameraden war sogar nochmal um einiges besser als zuvor, wohl angespornt durch die zahlreichen tanzfreudigen Gäste. Den Abend ließen wir dann letztlich in der Bude unseres Freundes und alten Gitarristen Rudd ausklingen, nachdem zuvor auf den Münchner Straßen erst mal ein paar Roller umgestellt wurden … scheint wohl so ein München-Ding zu sein.

Nach fünfstündiger Fahrt mitsamt kurzem Zwischenstopp am Bodensee und Nudismus im Tour-Van ging es dann auch schon durch das Höllental hindurch nach Freiburg. Dort wurde zu allererst bei unserem Gitarristen Kons im Familiengarten gegrillt und danach im örtlichen Proberaum das Equipment aufgebaut. Auch diesmal war mit BROKEN COMPASS ein passender Local gefunden, der die Leute vorab schon musikalisch einstimmte. ROM folgten danach und wir beendeten den Abend – quasi als lokaler Headliner, da die Hälfte unserer Band ohnehin momentan in Freiburg wohnhaft ist. Nachdem wir anschließend noch eine kurze aber witzige Aftershow-Party hingelegt hatten, ging es dann auch bereits hundemüde ins Bett. Zurecht.

Der sechste Tour-Tag startete dann zuerst mit einem ausgiebigen Frühstück in der WG unseres Drummers Max mit direkt anschließendem Lunch beim örtlichen Café Marcel (Geheimtipp: Espresso Tonic!). Doppelt gestopft dampften wir dann weiter, diesmal nach Darmstadt. Die Show fand diesmal in den dortigen Tag & Nacht Studios statt, unterstützt wurden wir von den lustigen CELLAR und unseren Kumpels von BURKE (aka. die Powerpop-Doppelgänger von SHATTERED LIONS, hehehe.) Dementsprechend war auch der Abend bzw. die Show wohl die witzigste bisher, inklusive Gitarren-Stagedives und Sing-a-longs. Nachdem während der Aftershow erst einmal diverse Beatles-Platten zum besten gegeben wurden, folgte noch eine letzte Speisung beim Dönerladen unseres Vertrauens.

Die Stories zu unserem Day-Off, der Hometown-Show und vielem mehr folgen dann alsbald im Part III.

Update III:

Nach Darmstadt stand uns nun erstmal ein freier Tag zur Verfügung, welchen wir anschließend für eine Sightseeing-Tour für unsere Tourpartner in unserer Heimatstadt nutzten. Nachdem wir also halb Aschaffenburg abgelaufen hatten, ging es dann abends Pizza essen. Wir merkten alle schnell, dass die Tour bereits allerhand Spuren hinterlassen hatte, da wir kurze Zeit danach auch schon hundemüde in den Betten lagen.

Den Tag darauf stand dann nun unsere eigene Hometown-Show auf dem Programm. Und trotz engem Zeitplan und einiger technischer Probleme sollte der Abend aber letztendlich gut verlaufen. Den Anfang machten die lokalen Forgotten Chapter, von denen ich glücklicherweise mal in einem Aschaffenburg Magazin gelesen hatte. Mal abgesehen, dass die Jungs eine super Show lieferten und obendrein supernett waren, bin ich überhaupt froh, mal wieder überhaupt 2 Aschaffenburger Bands in einem Line-Up zu haben, hatte die lokale Szene doch die letzten Jahre viel an Vitalität eingebüßt. Umso schöner also zu sehen, dass es noch Ausnahmen gibt. Durch einen Freund organisiert, hatten wir für die Show noch kurzfristig CRUDE BUSTER aus Russland mit in das Line-Up genommen, da die noch relativ junge Band während ihrer Tour noch nach Gigs gesucht hatte. Kurz darauf folgten dann auch schon unsere Freunde von TEXAS LOCAL NEWS, mit denen wir nach Ewigkeiten mal wieder endlich eine gemeinsam Show spielen konnten. Deren Auftritt war auch, wie gewohnt, wieder großartig. Ich hoffe, in Zukunft wieder mehr Shows mit ihnen spielen zu können. Als vorletzte Band spielten unsere Tour-Buddies ROM, die ebenfalls weiterhin viel Spaß an ihrer Sache hatten. Wir beendeten danach den Abend, während vor allem die Song-Featurings von unseren Freunden Denny (ENDLESS COAST) und Seppel (SHATTERED LIONS, BURKE) für uns selbstmal wieder frischen Wind in unser eigenes Set brachten. Danach ging es auch bereits ans Aufräumen und Putzen, was aber durch die zahlreichen Leute schnell über die Bühne ging.

Samstag ging es dann nach dem Frühstück bei mir im Haus direkt weiter nach Augsburg. Dort eröffneten wir den Abend in der riesigen Rockfabrik, während ROM nach uns folgten und dank dem top Sound & Licht wohl eine der besten Shows der Tour hinlegten. Während nach dem Tourpaket die Band RUNAWAY DEAD ihre EP-Releaseshow feierten, ging es für uns vorerst nochmal an die Bar. Dementsprechend wurde dann die letzte Band des Abends, 2 Rage (eine RATM Cover-Band) umso krasser gefeiert. Aber wer will bei “Guerilla Radio” schon noch still halten … vor allem, wenn man ohnehin schon angeheitert ist, haha. Der Abend setzte dann ebenso lustig wie betrunken fort. Dafür war das Aufwachen am nächsten Tag für die meisten von uns nicht allzu erfreulich. Aber es folgte ja ohnehin der zweite Day-Off, daher konnte man das schon mal machen.

Wir entschlossen uns dann kurzfristig den gemeinsamen Van doch vorzeitig abzugeben, um Kosten einzusparen. Nachdem wir also den Van ausgeräumt und sauber gemacht hatten, teilten wir uns vorerst nochmal auf. Die meisten von ROM blieben den Day-Off nochmal zuhausen. Wir fuhren allerdings direkt weiter nach Berchtesgaden, um uns die Show von BREAK EVEN, LANDSCAPES & Co. anzusehen. Vor Ort trafen wir uns erstmal mit alten Freunden von dort und gingen (wie es sich gehört) erstmal Schnitzel essen. Ich war vorher noch nie auf einer Berchtesgadener-Show gewesen, aber wenn es dort immer so zugeht wie an diesem Tag, muss ich definitiv öfters mal dorthin fahren. Mal abgesehen, dass die Bands alles aus ihren Sets herausholten, hatten die Zuschauer wohl große Lust durchgehend abzugehen und einem Stagedive dem anderen folgen zu lassen … was HC-Shows + Publikum angeht, wohl eines der Highlights der letzten Jahre für mich! Gerne wieder! Die Nacht verbrachten wir bei unserem Kumpel Dennis, mit dem wir am nächsten Morgen auch erstmal in die Berchtesgadener Innenstadt fuhren um dort frühstücken zu gehen.

An diesem Tag stand ebenfalls unsere letzte Show in Wien statt, weswegen wir auch relativ früh wieder weiterzogen. Die Fahrt verlief relativ reibunglos und nachdem wir die Venue gefunden hatten, ging es auch erst nochmal zum Sightseeing in die Innenstadt. Ich war ziemlich froh so früh losgefahren zu sein, denn so hatten wir genug Zeit etwas zu essen und etwas durch die schöne Wiener Innenstadt zu schlendern. Nachdem wir dann nachmittags wieder mit ROM vereint waren, ging es dann auch sogleich zurück zur Venue Venster 99. Dort angekommen trafen wir ebenfalls die anderen tourenden Bands des Abends, FIVE MINUTE FALL und RED SQUARE SCENARIO. Den Abend eröffnten diesmal ROM, wir folgten als zweites, während FMF und RSS den Abend dann beendeten. Zwischen den Songs sprachen alle beteiligten Bands über ihre großartige Zeit während der Tour oder teilten andere Geschichten. Man könnte also sagen, der Abend war für die meisten beteiligten relativ emotional. Natürlich für uns besonders, da Wien den Abschluss unserer 10-tägigen Tour mit ROM markierte. Nachdem also alle Hände geschüttelt wurden und Tränen weggedrückt wurden, ging es auch vorerst nochmal nach Burghausen als Zwichenstopp. Am nächsten Tag fuhren wir dann weiter Richtung Heimat, wo wir nach gefühlten 6 Stunden endlich ankamen. Aber bereits jetzt sprechen wir mit ROM über eine erneute Tour, diesmal dann eventuell mehr in den Osten … aber das wird die Zukunft zeigen. Fakt ist, dass die Zeit mit den Jungs großartig war und daher auf jeden Fall wiederholungsbedürftig ist. Wir vermissen sie jetzt bereits, sind aber vor allem froh, überhaupt die Chance ergriffen zu haben, mit ihnen auf Tour zu gehen. An der Stelle auch vielen Dank an alle Beteiligten, Freunde, Venues, Promoter, Bands, etc. – also quasi alle, die uns ermöglichten überhaupt diese Tour durchzuführen. Auch großen Dank gilt Morten und DearlyDemented für die Option via Tour-Diary ein paar Gedanken hinterlassen zu können und obendrein etwas Einblick in die vergangene 10 Tage auf Tour zu gewähren. Hoffentlich bis zum nächsten Mal!