Tour-Diary: GOLDFALL

Artikel von
goldfall

Frühling, Bier und Liebe – die Maxime der Tour von GOLDFALL und ihren Buddies RISING ANGER. Die zwei befreundeten Bands sind vom 27. März bis zum 05. April zwischen Mannheim, Lübeck und Warschau unterwegs. Alle Dates der von DEARLY DEMENTED präsentierten Tour, findet ihr hier. Den goldenen  Abschluss feiern die Bands mit einer Show in Mainz, quasi der Heimat von RISING ANGER. Alle Stories aus dem Tour-Bus, aus den Clubs und allem was dazwischen geschieht, lest ihr hier im Diary: GOLDFALL halten euch mit regelmäßigen Updates auf dem Laufenden.

Mannheim, Lübeck, Hamburg

So, erstes Update! Melde mich dann wieder nach Polen, also am Mittwoch oder Donnerstag!

Zehn Tage mit RISING ANGER auf Tour ist nicht nur eine riesige Ehre und Möglichkeit für uns als Band, sondern auch ein Urlaub mit besten Freunden.

Für uns fing es schon am Donnerstag an, da wir den Bus aus Berlin abholen mussten. Wegen grandioser logistischer Planung mussten zwei von uns mit dem Fernbus hinterher, was in einer siebenstündigen Fahrt durch Stau und Dörfer endete. Freitag früh dann wieder sechs Stunden im Bus, über Erlbach (um RISING ANGER einzusammeln) nach Mannheim. Die Show war recht gut besucht und Biergitt die Bierbong lief auf Hochtouren.

Nach einer Nacht mit abgefrorenen Füßen im Bus und Frühstück auf der Straße standen dann wieder sieben Stunden bis nach Lübeck auf dem Plan, inklusive Bindehautentzündung und diversen Erkältungen, Gehuste, Geschnaube und Nasenspray. Getröstet wurden wir dann aber durch eine sehr atmosphärische Show im Frachtraum eines Bootes und den wohl schönsten Betonpark direkt nebenan, um uns mit Skateboards abzumaulen. Nachts gab’s dann vegane Hot Dogs und die ersten gemütlichen Schlafplätze.

Die morgendliche Dusche wurde dann auf das Lübecker Hallenbad verlegt, in dem Augentyp (der mit der Bindehautentzündung) das halbe Schwimmbad ansteckte und Jonas von RISING ANGER seinen Besuch aufgrund seines furchtbar schlechten Saltos vorzeitig abbrechen musste.

Nächster Stop war dann die Pooca Bar in Hamburg. Unser Bus wurde gegen einen neuen eingetauscht (und damit ein Bett gegen eine PlayStation 3 + TV) und vor der Show gab es vegane Döner und Schnitzel auf’m Kiez. Vor uns liegt nun eine achtstündige Nachtfahrt nach Warschau, die wir uns mit furchtbarem fünf-Euro-Porno und Tankstellensnacks versuchen zu versüßen. Mal gucken was das wird.

Edit: Nach zehn Minuten sind wir auf Star Wars umgestiegen.

Warschau, Krakau, Opole

Die Fahrt nach Warschau dauerte durch Pausen und Stau schließlich zwölf Stunden. Erwartet wurden wir vor unserem Hotel durch Gregory, der todschick mit Hemd, Krawatte und Frack mit goldenen Knöpfen aufwartete. Das Apartment war jenseits jeglicher Erwartung: Regendusche mit Radio, Ledersofas, Balkon und Küchenzeile, mitten im Zentrum Warschaus.

Nächste Überraschung war die Location: Ein von außen unscheinbarer, aber von innen umso atmosphärischerer Motorradklub, was eine sehr coole und für uns alle besondere Show zur Folge hatte. Abends gab’s noch ein bisschen Remmidemmi im Apartment mit Gregory und Biergitt.

Dehydriert und müde eierten wir nach Kraków, zu dem selben Club, in dem wir letztes Jahr schon spielten. Dieses Jahr gab’s allerdings Licht und eine Bühne, was der Location und der Show den Charme eines rohen Kellerraums aber nicht nahm.

Leider mussten wir die Show in Opole absagen, da die Erkältungen bei einigen einfach zu schlimm waren. Deshalb fuhren wir von Kraków (wieder acht oder mehr Stunden) nach Dessau zu Marie, die uns netterweise nicht nur Freitag aufnimmt, sondern auch gestern kurzfristig bei sich pennen ließ. Der Abend endete in wunderschöner Tischpercussion, Eukalyptusbädern und einer unmenschlichen Meisterleistung von Tommas von RISING ANGER an der Biergitt.

Heute Abend Dresden, wohl erholt und halbwegs ausgeschlafen.

Dresden, Bitterfeld, Riesa, Mainz

Dresden markierte den Höhepunkt der Tour. Volles Haus, gute Stimmung, leckeres Essen, Schlagzeug mit Blut übersäht (Liebe Grüße an UNDER THE SUNRISE), kaputte Sticks, alles schön.

Leider nervte eine schlechte Nachricht: Die Show am nächsten Tag in Bitterfeld wurde abgesagt. Allerdings hatten wir die Möglichkeit, im Leipziger 4Rooms auf dem Hardcore-Flohmarkt unseren Merch aufzubauen, RISING ANGER konnten kurzfristig sogar noch (um drei Uhr morgens) ein kurzes Set spielen. Trotz der späten Uhrzeit war es sehr gut besucht und wir hatten einen sehr lustigen Abend mit den Jungs von WE ARE CROOKS, in die wir uns sowohl musikalisch als auch menschlich ein bisschen verguckt haben.

Gegen fünf Uhr morgens kamen wir wieder bei Marie in Dessau an, die unsere Sterniköpfe noch mit veganem Chili und Klößen beglückte. Checkt mal Mindwar Projects aus, absolut empfehlenswert!

Samstag stand dann Riesa auf dem Plan, mit dem schönsten Backstage aller Zeiten: Ausgebauter Dachboden mit Sofas, Küche, Bar, Tischtennisplatte und Musikanlage, sogar skaten wurde uns erlaubt, während es draußen wie bescheuert hagelte. Auch hier galt wieder gut besucht, gute Stimmung, gutes Essen. Dazu kam eine Aftershow, auf die wir nicht genauer eingehen werden.

Als Abschluss der Tour spielten wir Sonntag in Mainz im Caveau. Die Sonne schien, der Laden war voll, es gab ein Wiedersehen mit vielen schönen Menschen und eine absolut würdige Abschlussshow dieser Tour.

Fazit: Würde.