THESE HEARTS – Yours To Take

Artikel von
these hearts cover

THESE HEARTS werden als Pop-Punk beziehungsweise Hardcore-Quintett vorgestellt. Laut Pressetext setzen sie nicht auf Genreregeln oder die Grenzen des Mögliches. Aha, auch nur als ein leidlich erfahrener Musikkritiker kann man aus diesen Beschreibungen ablesen, die Band wird mit “Yours To Take” nichts Neues erfinden. Die ersten Songs werden metallisch angehaucht sein, die anderen zeigen ihr Gespür für Hooklines, eine Quotenballade wird ebenfalls zu finden sein. Mal sehen was das Album nun wirklich parat hält.

Schon zu Beginn des Albums bewahrheitet sich in der Tat das eben mutig vorhergesagte Bild: harter Refrain, cleane Strophe – und fertig. Bei “Psycho” streuen THESE HEARTS immerhin noch einen Breakdown ein. “Miserable” ist ein Song der schnelleren und härteren Sorte – jedoch im Großen und Ganzen auch nicht anders. Mit “Been Through Hell” wird dann Ryan Saunders Stimme noch nasaler und quietschiger als sie sowieso schon ist. Dieser Song ist auch der erste, der nur Klargesang enthält. Schlagen wir die Brücke zur Einleitung: mit fortschreitenden Verlauf der CD wird es melodischer und poppiger – check! Die restlichen Tracks bieten nicht viel Neues, lediglich “Birds Of A Feather”, welches ein wenig an amerikanische Teenie-Rockmusik erinnert, lässt den Hörer aufhorchen. Das balladeske Stücke, den Songs für die weiblichen Fans, beschwört die Band mit “Undecided Story” sowie dem halb-akustischen “Never Mind Me” herauf. Letzteres ist bei weitem das hochwertigste Stück auf “Yours To Take”.

Alles in allem hätten THESE HEARTS mehr auf Tiefgang setzen können. Häufig schürfen sie nur an der Oberfläche – die Songs sind selten länger als drei Minuten. So kommen die elf Tracks auf eine Gesamtspielzeit von 33 Minuten. Mehr Ideen, zum Beispiel ein Solo, hätten “Yours To Take” mehr Würze eingehaucht. THESE HEARTS haben sicherlich das Potenzial ein neues großes Ding aus dem Hause Victory Records, doch die Songs gehen durch das simple Schema unter.

4 von 10 Punkte auf der “I-sing-myself-to-sleep”-Skala