THE AMITY AFFLICTION – Chasing Ghosts

Artikel von
the amity affliction

THE AMITY AFFLICTION: noch eine junge, moderne Band, die sich berufen fühlt zwischen Metalcore und Melodic Hardcore hin und her zu pendeln? Viele Bands leben diese Stilrichtung in diesen Tagen vor – und auch THE AMITY AFFLICTION versuchen diese Schublade mit “Chasing Ghosts” zu bedienen.

Das Album ist ein zweischneidiges Schwert: zum Einen gibt es die metallische Seite. Hier können THE AMITY AFFLICTION einige Punkte sammeln. Die für die moderne Metalcore-Szene geschriebene Strophen fallen überwiegend positiv auf. Sie sind nicht die Besten, die man auf dieser Ebene bislang gehört hat, aber dennoch sind sie nicht einlullend oder gar abschreckend.

Zum Anderen gibt es die Melodica-Ateilung bei der Band, welche sich in Person von Basser Ahren Stringer personalisiert. Klar, der Gesang von Ahren ist nicht von schlechten Eltern: er ruft Gefühle hervor und kommt einigermaßen überzeugend daher. Allerdings ist die Quantität zu hoch. THE AMITY AFFLICTION transportieren auf diese Weise eine zu große Portion Melodie und jugendliche Popmentalität. So ist “I Heart H.C.” in der Strophe eine düstere, gehaltvolle Wuchtbrumme, die mit verzerrten Shouts und dunklen Keyboards für eine schöne dark-romantische Stimmung sorgt, die im Refrain an Durchsetzungskraft verliert – weil der Klargesang hier falsch positioniert ist. Gerne mehr Screams, Shouts und Metal!

Alles in allem schaffen THE AMITY AFFLICTION es mit ihrem Werk “Chasing Ghosts” nicht über den Durchschnitt hinaus. Obwohl sie den Nerv der Zeit treffen (Shouts gepaart mit Cleanvocals, Metalcore-Riffs, melodischer Hardcore mit seltenen Breakdowns …) funktioniert ihre Interpretation des Beschriebenen nicht so gut wie bei ihren Kollegen. Deswegen gibt es nur 50 % der möglichen Punkte: eben eine durchschnittliche Veröffentlichung.

5  von 10 Punkte auf der “Geister-jagen”-Skala