Studio-Diary: ALL WILL KNOW

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Wie Gitarrist Jan erst kürzlich im Interview auf DEARLY DEMENTED verriet, ist es für ALL WILL KNOW an der Zeit das zweite Album aufzunehmen. Der Nachfolger von “Contact.” wird in den heiligen Hallen der Kohlekeller Studios produziert. “Wenn alles glatt läuft, sind wir damit bis vor Weihnachten fertig und können es Anfang 2015 beziehungsweise im Frühjahr unter’s Volk bringen”, erzählte Jan.

An dieser Stelle wird euch die Band über die Fortschritte im Studio auf dem Laufenden halten.

Drums Part 1

Unser Studioabenteuer begann am Sonntag, den 16.11.2014. Weil wir es einfach nicht bis Montag abwarten konnten, sind wir schon einen Tag früher gekommen, haben die Lage gecheckt, “Hallo” gesagt und Burnys Drumset aufgebaut.

Richtig los ging’s dann erst am Montag, pünktlich um zehn. Zunächst war noch viel Aufbau notwendig. Das Drumset musste mikrofoniert werden: die Mikrohalterungen wurden an die Toms und die Snare montiert und die Overheads wurden für die Becken ausgerichtet. Als das erledigt war, ließen wir Burny in seinem Reich allein und zogen uns mit Kohle in den Regieraum zurück. Jetzt musste natürlich noch die Technik auf die Drums abgestimmt werden: Die Vorverstärker des Interfaces, der Compressor und die Halleffekte.

Nach dem ersten halben Tag – und einer großen Pizza – konnte es endlich mit dem Recording losgehen. Zwei Songs haben wir noch geschafft. Wir haben unsere Pilot-Gitarren in Cubase eingefügt, die einzelnen Parts Stück für Stück sorgfältig aufgenommen und zwischendurch immer wieder Einzelheiten über einen zusätzlichen Crashbeckenschlag, eine kraftvollere Snare oder einen Tom Break, der zu viel oder zu wenig war, besprochen. Das Ganze war natürlich eine ziemliche Friemelei, aber die Arbeit lohnt sich, für ein gutes Endergebnis.

Zwei Songs waren im Kasten, zwei Tage und acht weitere Songs lagen noch vor uns.

Drums Part 2

Tag zwei und drei waren sich sehr ähnlich. Jetzt hatten wir nach den ersten zwei Songs schon unsere Arbeitsroutine gefunden und mussten nur weiterhin so produktiv wie am ersten Tag bleiben. Die Pizza zu Mittag fiel diese Tage weg und es mussten mitgebrachte Nudeln und Brot reichen. Dafür haben wir unseren straffen Zeitplan an diesen Tagen einhalten können und sind am Mittwoch, dem 19.11.2014 fertig geworden während ich diese Zeilen schreibe. Burny erwies sich im Laufe der Aufnahmen als ein sehr flexibler Drummer, der sich auch nicht aus der Ruhe bringen ließ, wenn Jan und Kohle noch etwas total Neues für einen Übergang, einen Break oder den Schluss eines Songs einfiel.

Am Donnerstag werden die Aufnahmen noch editiert, das heißt wir suchen die besten Takes raus, suchen nach Störgeräuschen und passen die Lautstärken der einzelnen Becken, Toms oder der Snare zu einem angenehmen Gesamtmix zusammen, zu dem dann an den nächsten beiden Wochen Bass und Gitarre aufgenommen werden kann.

Allerdings werfen böse Zeichen ihre Schatten voraus. Seit Montag schlich sich bei Jan eine Erkältung ein, die mittlerweile auch unseren Bassisten Tobi erwischt hat. Ich selbst bin noch gesund, dennoch können wir alle nur hoffen, dass wir am Wochenende alle drei unser Bestes an den Zupfinstrumenten geben können.

Drums Editing

Am Donnerstag traf sich die komplette Band im Kohlekellerstudio mit Ausnahme von Burny, der sich nach den drei Studiotagen wieder seinen Schülern widmen musste. Während Kohle fleißig an unseren Drum-Aufnahmen gearbeitet hat, hatten wir Besuch von Lisa, die uns für ihr Magazin Realisart interviewt hat. Das Interview verlief sehr gut gelaunt, selbst unseren Eskimo Jan, der erkältungsbedingt aussah als käme er direkt vom Skiurlaub, konnten wir zum Lachen bringen. Das Interview wird in ein bis zwei Wochen auf Realisart.com als Video zu sehen sein. Es lohnt sich, auf der Seite mal vorbeizuschauen.

Der Studiotag war aber für uns auch relativ schnell vorbei, da es außer dem Interview und kurzer Rücksprache mit Kohle nichts mehr für die Band zu tun gab.

Bass Part 1

Am Freitag den 21.11.2014 ging es dann los mit den Saiteninstrumenten. Früh um zehn trudelten wir alle bei Julez in Lingenfels (Speyer) in den Low End Studios ein. Aus organisatorischen Gründen haben wir uns entschieden den Bass zuerst aufzunehmen. Also wurde auch hier zunächst alles auf den Bass eingestellt: Pegel, Sound und die Wahl der richtigen Pickup-Kombination. Dann durfte Tobi zu den gerade erst frisch aufgenommen Drums seinen Bass dazusetzen. Es lief die meiste Zeit sehr gut, nur manchmal fingen wir an uns selbst zu hassen, für die schnellen Triolen oder eingeworfenen Sechzehntel-Schläge, bei denen es furchtbar schwer für den Bass wurde. Eigentlich waren zwei Tage für den Bass angedacht, da wir aber heute nur vier Songs geschafft haben, kann es am Samstag knapp werden, die restlichen sechs Songs noch fertig zu bekommen. Aber das Endergebnis wird uns, und euch hoffentlich, unsere Mühen lohnen.

Bass Part 2

Heute hatten wir uns ein straffes Programm für den Bass vorgenommen. Sechs Songs fehlten noch und wir hatten eigentlich nur noch diesen Tag zu Verfügung. Obwohl wir jetzt schon unsere Arbeitsroutine gefunden haben, hat sich die Hoffnung die restlichen Songs am Bass schneller durch zu bekommen ziemlich bald als falsch erwiesen. Auch heute brauchten wir ungefähr zwei Stunden für jeden Song, inklusive Schneiden und Ausbessern. Damit haben am Ende des Tages immer noch zwei Songs gefehlt. Leider sind uns dann auch noch einige Ablauffehler in zwei der am Freitag recordeten Songs aufgefallen, weshalb für Sonntag noch einiges am Bass zu tun ist, obwohl wir eigentlich mit den Gitarren anfangen wollten.

Bass Part 3

Den Sonntag haben wir pünktlich um zehn begonnen, um unseren Zeitplan so wenig wie möglich zu verzögern. Die letzten zwei Songs haben wir bis zur Mittagspause im Kasten gehabt. Nach der Mittagspause waren aber noch die Fehler von Freitag auszumerzen. Das hat noch mal richtig Zeit gekostet, sodass wir erst um fünf Uhr dazu kamen, die Gitarren aufnahmebereit zu machen. Dafür brauchten wir natürlich auch noch eine Weile, weil wir unter unseren Gitarren die zwei am besten klingenden auswählen wollten und alle Nebengeräuschquellen abkleben mussten. Um halb Sechs kamen wir dann zumindest noch dazu ein paar Riffs einzuspielen. Das bedeutet, dass nächstes Wochenende sehr stressig wird und wir unter Zeitdruck fertig werden müssen, bevor am Montag darauf das Re-Amping im Kohlekeller Studio losgeht.