SNOW WHITE’S POISON BITE – Featuring: Dr. Gruesome And The Gruesome Gory Horror Show

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snow white's poison bite

SNOW WHITE’S POISON BITE veröffentlichen Mitte April ihr Album “Featuring: Dr. Gruesome And The Gruesome Gory Horror Show”: klingt komisch, ist aber so. Die vier-köpfige Finnentruppe hat sich dem Horror Rock verschrieben – so ganz untypisch für ihr Land. Doch noch weitere Ungereimtheiten ranken um sich die Band.

SNOW WHITE’S POISON BITE gründeten sich 2007 als reine Screamoband. Als das Genre jedoch überlaufen war, haben sie sich anderweitig orientiert und schon ihr Debütalbum “The Story of Kristy Killings” unter der Überschrift Horror Rock vertrieben. Ihr Album “Featuring: Dr. Gruesome And The Gruesome Gory Horror Show” wurde mit einem fast rundum erneuerten Line Up eingespielt, lediglich Bandgründer Allan Cotterill ist noch mit von der Partie.

Untypisch für den Horror Rock agiert das finnische Quartett eigentlich nicht – und dennoch bietet das Album mehr als dieses oftmals abgedroschene Genre. Typisch für die Stilrichtung sind die geradlinigen Rocksongs, die ins Blut gehen. Der Gesang ist clean, jedoch quietschend und krächzend vorgetragen – passend zur Attitüde der Band. Die Musik fährt zwar breitspurig auf Rockgleisen aber macht auch Halt im Bahnhof des Punkes (“Helloween Means Death”) und des Nu Metals (“There’s A new Creep On The Block”). Das ganze Album macht durch die Bank weg Spaß und kommt ohne Totalausfall daher. Obwohl es schwer fällt Bands wie SNOW WHITE’S POISON BITE ernst zu nehmen, kann man ein paar gruslige Stunden in der Geisterbahn mit dieser CD verbringen. Für tiefgehendes Hörvergnügen ist man hier jedoch an der falschen Adresse, da es der Musik an Substanz und Tiefgang fehlt.

7 von 10 Punkte auf der “hello-haters-I’m-back-again”-Skala