SNOW WHITE BLOOD – Once Upon A Fearytale

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Auf Pfaden von NIGHTWISH

SNOW WHITE BLOOD ist eine junge Band aus dem Rhein-Main-Gebiet, bestehend aus drei Musikern und einer Musikerin, welche Symphonic Metal machen. Die EP “Once Upon A Fearytale”, welche am 15.10. erscheint, ist deren erste CD, bestehend aus fünf Liedern mit einer Spieldauer von ca. 28 Minuten. Die CD kommt in einem Jewelcase, ist recht schlicht gehalten und macht sich gut im Regal.

Das Album fängt mit dem etwas düsteren “Shadows Of Our Yesterdays” an, welches gleich die Stimmung gut einfängt. Ich fühle mich hier in eine Fantasie-Welt versetzt, wo Vampire und Werwölfe normales Tagesgeschäft sind. Passt gut zu dem Cover und dem Bandphoto, welches die Band in Viktorianisch angehauchter Kleidung zeigt in einem verschneiten, düsteren Wald. Auch die restlichen Lieder gehen in die Richtung, was mir sehr gefällt.

Ich will jetzt auch nicht zu jedem Lied was schreiben, auch wenn ich das ohne Probleme könnte, da alle fünf ihre eigene Art haben, aber doch wieder sehr gut zusammen passen. Aber “Mirror On The Wall”, dass zweite Lied auf der EP, ist durchaus erwähnenswert, da es mich stark an die Anfänge von NIGHTWISH erinnert. Nicht nur durch die Musik, sondern auch durch die absolut geniale Stimme von Ulli, welche Tarjas Stimme in nichts nachsteht. Und das obwohl sie keine klassische Ausbildung genossen hat, sondern 14 Jahre lang in verschiedenen Chören mitgesungen hat.

Wo man bei manchen Bands die Texte durchaus ignorieren kann oder nicht so beachten muss, da sie nicht viel hergeben, sind sie bei SNOW WHITE BLOOD ein wichtiger Bestandteil. Alle fünf Lieder sind etwas um gedichtete Märchen in einer düsteren Version. “Lullaby For The Undead” zum Beispiel handelt von Dornröschen, erzählt aus ihrer Sicht. Sie wartet als Untote darauf, dass sie erlöst wird von ihrem Märchenprinzen. Und wenn es ist, das sie endlich sterben kann.

Insgesamt eine sehr gelungene und begeisternde Debüt-EP, welche Lust aufmehr macht und von jedem Symphonic Metal-Fan gehört werden sollte. Vor allem wegen Ullis Stimme, welche in meinen Augen phänomenal ist. Ich denke auch, dass die Band nicht mehr lange ohne Label sein wird und das erste volle Album dann nicht mehr selbst produzieren muss.

9 von 10 Punkten auf der “Mirror-mirror-on-the-wall”-Skala