SERAPHIM FALLS – Wake Up And Rise

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seraphim falls

Seit ihrer EP “Beneath The Daily Tragedy” (Mai 2013) versuchen SERAPHIM FALLS den Status einer lokalen Band durch Professionalisierung zu entfliehen. Den nächsten großen Schritt besiegelt die Recording-Session in Kristian Kohlmannslehners Tonstudio, dem Kohlekeller Studio.

“Wake Up And Rise” ist das Ergebnis in zehn Kapiteln, mit welchem sich die Hessen neuen musikalischen Horizonten öffnen. Als erstes Trademark fallen die Cleanvocals auf, welche noch nicht auf der schon genannten EP zu hören waren. Dieses Stilmittel erinnert sehr stark an KILLSWITCH ENGAGE, die so zum größtem musikalischen Vorbild für SERAPHIM FALLS avancieren. Die Agilität und Stimmführung des Klargesangs erinnert gleichzeitig an ALL THAT REMAINS, die aber auch eine enge persönliche Verzahnung mit KILLSWITCH ENGAGE aufweisen, da Adam D. langjähriger Produzent des Quintetts war.

Das Grundriff in “Whatever It May Take” löst weitere Assoziationen aus: BULLET FOR MY VALENTINE könnten hier die Urväter des Gedankens sein. Mit “Fade Away” wurde eine Akustik-Ballade aufgenommen, die ebenso sicher und überzeugend, wie die neun weiteren Stücke, ist.

SERAPHIM FALLS machen mit ihrem Debüt einen riesigen Schritt nach vorne. “Wake Up And Rise” klingt aufgrund der hervorragenden Produktion von Kohle und dem mutigen Songwriting mit amerikanischen Flair erwachsener und gekonnter. Auch wenn die hessische Band beim ersten Hörer sehr anders klingt, differenzieren sich nach eingehender Beschäftigung mit den Hits, darunter “Idol”, Parallelen heraus. Genauso parallel fällt die Bewertung aus, da trotz klaren Vocals das letzte Quäntchen Catchyness, um den Hörer zu binden, fehlt.

9 von 10 Punkte auf der “this-is-a-request-to-hold-on”-Skala