SERAPHIM FALLS – Beneath The Daily Tragedy (EP)

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seraphim falls

Metalcore – das vielleicht jüngste und modernste Genre des Metals. Gleichzeitig des meist frequentierte Subgenre – und das verhassteste. Techniker verhöhnen es, da es nicht viel an Können braucht, um Metalcore zu spielen. Auch SERAPHIM FALLS fahren auf der Schiene und schaffen es quasi aus dem nichts etwas großes zu erschaffen: ihre EP “Beneath The Daily Tragedy”.

Nach einen unauffälligen Intro ist der erste Track namens “Running Blind” umso markanter– sowohl durch seien Gitarrenmelodie als auch seinen Backgroundgesang. Vor allem die Gitarren sind es, die die EP dominieren und sie zu einen wahren Kleinod machen. “Vengeance” zeigt einmal mehr, dass Metalcore dem Melodic Death nicht zu unähnlich ist und “Controlling The Opressed”, der vierte und letzte Song im Bunde, ist mit seinem melodischen Refrain der Hit von “Beneath The Daily Tragedy”.
Die Produktion der EP ist hervorragend geworden, den druckvollen Sound haben SERAPHIM FALLS sich im Presskopp Studio in Trebur abgeholt. Großes Lob an den Produzenten. Jedoch soll an dieser Stelle insbesondere die Band mit Rosen überschüttet werden: “Beneath The Daily Tragedy” ist ein Output kurz vor der Perfektion. Jede Minute macht Spaß, einprägsame Hooklines jagen Ohrwurmgesangsspuren. Das einzig negative ist, dass SERAPHIM FALLS nicht gleich einen Longplayer aufgenommen haben – aber was nicht ist, kann ja bekanntlich noch werden.
9 von 10 Punkte auf der “ein-Seraph-ist-ein-Engel-aus-der-Mythologie”-Skala