Schlossgrabenfest 2014

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Über einhundert Bands und Künstler spielten auf vier Bühnen und zwei Disco-Areas. Die Darmstädter Innenstadt wurde zum sechzehnten Mal zur Musik-Meile: zwanzigtausend Quadratmeter mit Live-Musik und kulinarischen Spezialitäten aus aller Welt! Es ist schon eine kleine Tradition, dass DEARLY DEMENTED die Sparkassen Bühne am Eröffnungstag besucht, da hier meist die Rock-, Metal- und Alternative-Gruppen auftreten.

Ab zwölf Uhr begann die Musik auf dem Schlossgrabenfest mit ONE WAY, die als Pop und Rock deklariert waren. Das Quintett aus Klein-Gerau durfte sich zur Mittagsstunde über einige Zuhörer freuen. STEREOSWITCH wiederum ernteten schon wesentlich mehr Applaus – nicht zuletzt wegen ihren CARLY REA JEPSEN- und FOO FIGHTERS-Covern “Call Me Maybe” beziehungsweise “Pretender”. Die symphatischen Rocker stimmten erste harte Riffs an und hatten sichtlich Spaß bei ihrem Auftritt.

RAVEFRUIT wurden als Mischung aus Funk und Dubstep angekündigt. Von letzterem war jedoch keine Spur zu hören; trotzdem war die Band um Sängerin Coco Hecht nett anzuhören. An ihrem smoothen Pop ist eben wenig auszusetzen.

Mit wesentlich mehr Ecken und Kanten traten KING LUDWIG auf. Ihre Musik ist eine vom Punk angehauchte Rock-Alternative-Mischung, die den Darmstädter Fans sehr gut gefiel. Sänger Phil und seine Mannen tauten mit jedem Song mehr auf und gewannen an Spielfreude. Aus der Position im Publikum war es schön mit anzusehen, wie KING LUDWIG mit ihrem dreckigen Klang sowohl junge Musikfans als auch Alt-Rocker von sich überzeugen konnten.

Nachdenklicher und abwechslungsreicher wurde es mit ECHOLONS aus Frankfurt am Main. Natürlich ist ihr progressiver Classic Rock nicht so eingängig, wie der Rock von KING LUDWIG – aber dem sind sich ECHOLONS sicherlich bewusst. Dennoch schüttelten einige Metalheads ihre Mähnen und es wurde mitgeklatscht. Wer auf handgemachten und vielseitig Prog Rock steht, findet in ECHOLONS möglicherweise eine neue Lieblings-Gruppe.

Den bis dato professionellsten Auftritt lieferten ALL WILL KNOW ab. Ihre Interpretation des Melodie Death Metals kam in Darmstadt sehr gut an. Es wurden sowohl neue, als auch alte Tracks vom Album “Contact.”, bei denen auch Ex-Sänger Mo Stübig auflief, gespielt. ALL WILL KNOW waren, abgesehen von ihrem Ausnahmestand als Metal-Band, eine der spannendsten Gruppen. Die Geradlinigkeit aber auch Verspieltheit der Göteburger Schule transportiert ALL WILL KNOWs Liedgut sehr gut. Leider kam im Publikum nicht viel davon an: Der Sound ließ zu wünschen über, sodass die Samples kaum zu hören waren. Das tat der Stimmung jedoch keinen Abbruch – Tanzen, Feiern und Bangen stand auf dem Programm!

Danach waren APSTREAM, eine echte Schülerband, und LADY MOUSTACHE an der Reihe bevor STAGEDIVA und THE PINS ab zweiundzwanzig Uhr bis spät in die Nacht dem Schlossgrabenfest mit Cover-Hits verschiedenster Art einheizten.

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