ROAM Headline-Tour, Berlin

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ROAM scheinen auf dem besten Weg zu sein, in die Fußstapfen ihrer Namensgeber von THE STORY SO FAR zu treten. Nach drei Support-Slots in Europa innerhalb der letzten eineinhalb Jahre sind sie nun zu ihrem ersten Europa-Headliner aufgebrochen. Nur sechs Tage nach der Veröffentlichung ihres Debütalbums “Backbone” fand das Konzert im Musik & Frieden in Berlin statt.

Eröffnet wurde die Show von der lokalen Band STOP EATING ROBOTS, die soliden, abwechslungsreichen Pop-Punk mit einigen Screaming-Einlagen boten. Im Anschluss trashten TRASH BOAT das Boot (lies: den Club), mit ihrem generischen Pop-Punk. Nicht schlecht, nur schlecht gemixt, wie es leider in diesem Genre öfter der Fall ist. Der Gesang war kaum zu hören, bis zu dem Punkt, dass selbst der Sänger zunächst glaubte, sein Mikro sei kaputt. Trotzdem ließ das Publikum sich nichts anmerken und nutzte das Set – wie gedacht – zum Aufwärmen für ROAM.

Als diese die Bühne betraten, und das Intro ausnahmsweise reibungslos funktionierte, vollführte der nicht allzu hochgewachsene Sänger gleich einige rekordverdächtige (Freuden-) Sprünge. Die Setlist beinhaltete eine ausgeglichene Anzahl an Songs von den älteren EPs und dem Debütalbum. Obwohl letzteres erst eine knappe Woche zuvor erschienen war, erfreuten sich auch die neuen Songs großer Beliebtheit. Eine Premiere gab es auch: Zum ersten Mal überhaupt spielten ROAM den Akustiksong “Tracks” live. Überraschend war für die Band die Forderung nach einer Zugabe. Wie sie sich zu erklären beeilten, “machen wir sowas normalerweise nicht, das verlangt sonst keiner von uns.”

ROAM haben sich für ihr Alter, sowie das ihrer Band, schon einen bemerkenswerten Grad an Professionalität angeeignet. Sie verstehen sich darauf, die Menge zu animieren und mit ihr zu interagieren, und das mindestens genauso gut, wie ihre erfahreneren Kollegen. Ich bin mir sicher, man wird in Zukunft noch viel von ihnen hören.