VITJA im Interview

VITJA im Interview, April 2014

Hinter VITJA steckt mehr als man denkt – die Jungs sind nicht nur bis in die Haarspitzen begabt, sondern werden von allen Seiten tatkräftig unterstützt. Bassist Mario Metzler erzählt DEARLY DEMENTED, was hinter seiner Band steckt.

“Echoes” ist VITJA Debüt-Album, aber ihr habt alle schonmal woanders mitgearbeitet. Welche Bands waren das denn?

Mario: Ja, das ist richtig. Ich und Vladi haben 2008 DISPOSED TO MIRTH gegründet. Dave war bei SHAKE THE PAGODA TREE und Daniel spielte in Bands wie PROGRESS UTOPIA und MYTERROR.

Wie habt ihr euch dann zusammengefunden?

Mario: Wir kannten uns schon alle länger durch die verschiedenen Bands. Auf dem Freefall Festival 2012 sprang Dave dann für den damaligen DISPOSED TO MIRTH-Sänger ein und wir stellten fest, dass wir musikalisch und menschlich richtig gut miteinender klar kamen. Daraus entwickelte sich eine enge Freundschaft und man hing einfach viel zusammen ab.

Als wir uns nach einem Drummer umguckten, wurde uns auf Anhieb Daniel empfohlen. Wir fingen an zu Jammen und so entstanden die ersten Songs … bei einer Flasche Whiskey.

Nicht nur ihr, sondern auch andere hatten Pläne für euch – wer sind denn diese Supporter?

Mario: Wir haben uns als Band schnell gefunden und von Grund auf unseren kompletten Output der Band gewidmet. Unser Management hat von Anfang an sehr eng mit uns zusammengearbeitet. Dann entstand die Zusammenarbeit mit Redfield Records, über die wir unser Debütalbum “Echoes” released haben. Wir sind mehr als zufrieden und sehr glücklich über die Zusammenarbeit.

Und wie kamt ihr auf die technische Ausrichtung, die ihr nun einmal habt, Mario?

Mario: Der Fokus lag nicht darauf technisch zu sein, sondern darauf, dass die Songs so zu schreiben, dass jedes Bandmitglied cool damit ist und Bock darauf hat, sie live zu performen. Trotzdem war uns klar, dass wir keine Lust auf “Drei-Akkord-Mucke” hatten.

Was macht ihr denn abseits der Band?

Mario: Ich bin Student und nebenbei arbeite ich in mehreren Jobs und betreibe unter anderem das Festival Sputtenmosh in Münster. Vladi jobt mal hier mal da, nebenbei verbringt er alle Zeit, die er hat, mit Songwriting und sein Equipment zu optimieren.

Daniel ist Schlagzeuglehrer und an verschiedenen Musikschulen tätig. Dave ist nebenbei selbständig im Sound Bereich tätig und hat immer mal wieder kleinere Gelegenheitsjobs im grafischen Bereich.

Wie war die Entwicklung zu “Echoes”?

Mario: Der Name “Echoes” selbst entstand während des Studioaufenthaltes, die Idee hinter dem Namen natürlich viel früher. “Echoes” stellt für uns so etwas wie unser innerliches Echo dar, denn das, was in uns ist und uns bewegt, wird in den Riffs, Melodien, Grooves, Texten und im Artwork als eine Art Echo wiedergegeben.

Wir behandeln Themen, die jeden von uns abfucken, stressen, vielleicht aber auch glücklich machen. Wir sind der Meinung, dass jede Aktion und jede Reaktion im Leben ein gewisses Echo hervorruft.

“Echoes” ist sowohl für Metalcore-Fanatiker, moderne Metalheads, als auch die Djent-Riege passend. Was begeistert euch selbst an euch?

Mario: Wir sind einfach nur froh, dass wir alle immer an einem Strang ziehen und uns gegenseitig gut pushen können. Wir sind immer sehr selbstkritisch und geben uns nicht so schnell zufrieden. So gibt es stetig eine Weiterentwicklung der Band.

This band is adamant will – was steckt dahinter?

Mario: Wir leben alle die Musik und werden das auch immer tun. Wir arbeiten sehr hart an uns mit einem genauen Ziel vor Augen. Wir wollen und können nicht anders als live zu spielen, Musik zu schreiben und aufzunehmen um als Band zu wachsen.

Spannend finde ich den Kult, den ihr unter anderem mit Worship the V aufbaut – wer kam denn auf diese idee? 

Mario: Wer aufgrund von Worship the V vermutet, wir würden uns auf eine höhere Stufe stellen wollen, der hat im Kern genau NICHT begriffen, worum es uns geht. Worship the V ist das Statement einer Gemeinschaft zwischen der Band und den Leuten die das, was wir sagen und machen, gut finden. Wir stellen uns mit all diesen Menschen auf eine Stufe und haben größten Respekt für all den Support, der uns widerfährt. Wir haben unser Leben dem V gewidmet und Worship the V geht an all diejenigen raus, die uns auf diesem Weg folgen.

Was war bisher eure beste Show – vielleicht eure Release-Party zum Debüt-Album?

Mario: Es war verschwitzt, stickig, laut, emotional und brutal. Ob es die beste Show war, können wir nicht sagen, da jede Show etwas einzigartiges hat. Wir sind jedenfalls mehr als dankbar, dass im ausverkauften Café Sputnik ziemlich viele die Texte konnten und mit uns gefeiert haben.

Was sind eure Vorsätze? Was habt ihr für 2014 geplant?

Mario: Für 2014 haben wir viele Pläne. Wir werden ein weiteres Video drehen zu einem Song aus “Echoes” und schreiben natürlich am zweiten Album. Darauf haben wir wirklich schon verdammt Bock und können es kaum abwarten uns einzuschliessen und langsam mit der Preproduction zu beginnen.

Als Band haben wir uns vorgenommen, so viel wie möglich rumzukommen und alles mitzunehmen, was möglich ist. Wir möchten uns abschliessend für das Interview und den Support bedanken und verbreitet das V.

Wird gemacht, Mario! Danke für das Interview.