INFECTED WORLD im Interview

INFECTED WORLD im Interview

Crowdfunding kann erfolgreich sein – muss es aber nicht. INFECTED WORLD konnten ihre Fans mobilisieren und so ihre neue EP finanzieren. Frontmann Stefan erzählt, wie seine Band das geschafft hat.

Drei Monate sind seit dem Release Eurer EP vergangen: Wie ist die Resonanz?

Stefan: Also bisher haben wir sehr viel positives Feedback bekommen, natürlich waren auch kritische Stimmen dabei, aber diese waren wirklich überschaubar. Oft wurde angemerkt, dass sich Welten zwischen unserer ersten EP “DIE-OK” befinden und wir uns weiterentwickelt hätten. Das freut uns natürlich sehr.

Ihr habt Euch dazu entschlossen, diese EP teilweise über ein Crowdfunding-Projekt zu realisieren. Wie kamt ihr auf die Idee?

Stefan: Ich denke wie jeder, der vor einer großen Herausforderung steht. Wir haben überlegt, wie wir unsere Fans in das Projekt “Infected World” mit einbeziehen können. Ich hatte kurz vorher von Startnext beziehungsweise dem Crowdfunding-Verfahren gelesen und fande die Idee mit den Dankeschöns total klasse. Natürlich war auch der Geldfaktor eine Motivation, die CD war für uns eine große Investition. Wir wollten aber absolut niemanden nötigen, für uns zu Spenden, es sollte auf einer freiwilligen Basis laufen. Die Aktionen, die wir damit verbunden haben, waren von Anfang als Spaßfaktor gedacht.

Hattet Ihr zwischendurch Zweifel, ob das gewünschte Ziel überhaupt erreicht wird?

Stefan: Natürlich. Jeder steht bei Projekten, jeglicher Art, regelmäßig vor dieser Frage. Gerade als die letzten Tage anbrachen und noch Geld für den Abschluss der Aktion fehlte. Zu Anfang wussten wir ja gar nicht, ob das Projekt überhaupt Anklang finden würde. Es stellte sich aber schnell als positiv heraus.

Wie haben Eure Fans das Ganze aufgenommen?

Stefan: Positiv, wirklich positiv. Wir wurden lange angesprochen, ob wir manche Aktionen wirklich durchführen wollten. Stellenweise haben sich zu den Spendern richtige Freundschaften entwickelt. Wir haben auch nicht mit einer solchen Unterstützung gerechnet und waren total glücklich, als es geklappt hat.

Man konnte während der laufenden Crowdfunding-Kampagne verschiedene “Dankeschöns” von Euch erwerben, wie T-Shirts, ein Kochabend mit Rouven oder sogar ein Kind von Stefan. Konntet ihr bisher alles verwirklichen?

Stefan: Wir haben etwas gebraucht um ehrlich zu sein. Manche Aktionen waren jahreszeitabhängig, welche wir jetzt erst wirklich beenden konnten. Die Babyaktion war übrigens von Anfang an als Spaß gedacht. Was jedoch ernst gemeint war, war das Tattoo auf Stefans Bein. Wir hatten während der Aktion erfahren, dass jemand in Landau durch die Universität gelaufen ist und Spenden gesammelt hat um das Dankeschön zu bekommen. Wovon wir sehr überrascht waren!

Wie waren die Tage im Tonstudio für eine Local Band?

Stefan: Absolut der Hammer. Wir können das Studio nur empfehlen. Es war natürlich sehr anstrengend und sehr zeitaufwendig. Gerade die lange Fahrt war immer sehr heftig.

Würdet Ihr diese Vorgehensweise auch für andere Bands empfehlen?

Stefan: Puh, das ist eine sehr schwere Frage. Ich denke, man kann mit so einer Aktion auch doof da stehen. Es kommt glauben wir auch auf die Band an, wie sie sich darstellen und wie entspannt deren Fanbase ist. Der Erwartungsdruck ist natürlich sehr groß.

Zum Abschluss noch ein Shoutout an Eure Fans?

Stefan: Danke, dass ihr uns so weit gebracht habt. Ohne euch wären wir nichts. Danke für eure stetige Unterstützung. Wir leben mit euch zusammen einen Traum. Das vergessen wir euch niemals.

Die Fragen stelle Nils Lenhard