PHIL ANSELMO & THE ILLEGALS – Walk Thrugh Exits Only

Artikel von
phil anselmo

Metal-Koryphäe Phil Anselmo hat für sein neuestes Projekt ausgesuchte Musiker um sich geschart. Das wütende Album heißt “Walk Through Exits Only” und seine Band hört übrigens auf den Namen THE ILLEGALS. Da Herr Anselmo aber einen ordentlichen Namen hat, nennt sich die ganze Idee einfach PHIL ANSELMO & THE ILLEGALS. Das Album entstand in Zusammenarbeit mit seinem eigenem Label Housecore Records und Season of Mist.

Auffällig an der Musik – und das Folgende gilt für alle acht Tracks – ist das kreative Chaos, das die ILLEGALS heraufbeschwören. Die Gitarren schreddern mal mehr, mal weniger (aber eher weniger) klar über die Griffbretter und hinterlassen eine zerstörerische Riffwalze, die nur schwer zu umschreiben ist. Dazu kommt ANSELMOs Gesang, der irgendwo zwischen Growls und Shouts pendelt und sich ebenfalls nicht festhammern lässt. Eine Genrezuweisung bei THE ILLEGALS ist beinahe unmöglich: Thrash- und Hardcore-Elemente sind hörbar, aber auch der Sludge Metal ist nicht fern.

Das Album wirkt durch sein Durcheinander, bei dem sich sicherlich irgendwer irgendetwas bei gedacht hat, ausladend. Am liebsten wirft man die CD sofort wieder aus dem Player aus und verbannt sie nach ganz hinten ins Regal. Wer bei PHIL ANSELMO & THE ILLEGALS die alte Band des Sängern PANTERA ausmachen will, muss schon ganz genau hinhören. Die wütende Grundbasis ist die gleiche, aber viel haben die zwei Bands nicht gemeinsam. Die Songs auf “Walk Through Exits Only” fallen allesamt durch, da keiner hervorsticht – alles klingt gleich. Die Musik erinnert an einen schlechten Old-School Horrorstreifen in einem Zeitaltern in dem man Besseres gewöhnt ist.

4 von 10 Punkte auf der “hier-stimmt-der-Ausdruck-das-Metal-Krach-ist”-Skala