NOAF 2016

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Das NEUBORN OPEN AIR FESTIVAL, oder wie es in Rheinhessen unter der Kurzform NOAF bekannt ist, ging am letzten Wochenende im August in seine zwölfte Runde! Was als kleines Konzert unter Freunden begann, ist mittlerweile ein fester Name und Anlaufpunkt für über dreitausend musikbegeisterte Metalheads.

Freitag

Ziemlich heiß ging es am Freitag zur Sache. Während bereits morgens die Temperatur ins Unerträgliche stiegen und die Besucher den Schatten suchten, haben IRON BASTARDS mit fettem Old School Rock das Festival eröffnet. Dicht gefolgt von VISDOM und dem Duo von MANTAR, welche mit Black/Doom Hardcore die Bühne zum Beben gebracht haben und Perfomance technisch trotz starker Hitze einiges rausgeholt haben.

BETRAYING THE MARTYRS waren wohl für Anhänger des Metalcore/Deathcore der Höhepunkt des Tages. Was sie Perfomancemäßig gut dargeliefert haben, konnten sie musikalisch leider nicht ganz ausgleichen. Dennoch konnten sie mit vielen alten Songs punkten.

Nachdem THE VINTAGE CARAVAN mit lockerem Blues Rock die Stimmung ein bisschen gelockert haben, haben SOULFLY mit einem starken Sound die Fans wieder zum bewegen gebracht. Man konnte der Band ansehen, dass mehr aus der Perfomance zu holen war, was allerdings durch die heißen Temperaturen nicht umgesetzt werden konnte.

Der Headliner des Tages DIRKSCHNEIDER startete wortwörtlich mit einem riesen Knall: fette 80ss Glam-Metal Riffs, eine super Synchrone Perfomance und eine riesige Wand aus Nebel. Eine Headliner Show wie erwartet.

Samstag

Der Samstag legte wohl den härtesten Start hin. 36 Grad. 11:00 morgens. Bei diesen Temperaturen hat es die meisten Festivalbesucher ins Nahe gelegene Neuborn Schwimmbad gezogen. Nach einer ordentlichen Abkühlung eröffneten STONEFALL aus Taunusstein den Samstag. Das Hardrock-Quintett lies sich in keinster Weise von den hohen Temperaturen beeinflussen. GINGERPIG, welche folgten, brachten mit ihrer Rock Musik frischen Wind und ein tolles feeling auf die Bühne.

SHOOT THE GIRL FIRST zogen die Masse an. Die Core-Band aus Frankreich brachte die Menge zum Singen und zum Moshen, und das ordentlich bei den Temperaturen. Gefolgt wurden diese von den Progressiven Thrash-Metalern von VEKTOR und den Power-Metalern von BRAINSTORM.

AGNOSTIC FRONT, die Co-Headliner, lieferten eine bewegungsreiche Show und zeigten, dass Alter kein Hindernis ist. Mit fetten Old-School-Breakdowns und sogar einem THE RAMONES-Cover sorgten sie für viele Moshpits, Circle Pits und einer gigantischen Wall of Death. Das Stage-Gelände war vollgefüllt und jeder schien Glücklich.

Enttäuschung trat ein, als nach AGNOSTIC FRONT viele das Stage-Gelände verließen, obwohl der Headlinger ARCH ENEMY folgte. Die markante Bühnenshow ließ sich sehen, mit einer tollen Perfomance. Der Sound war bombastisch und lies sich hören! Alissa White-Gluz hat mit ihrem gutturalem Gesang überzeugt und sogar die hinteren Reihen ins bewegen gebracht.

Das wahrscheinlich heißeste NOAF das es jemals gab. Trotz sehr hohen Temperaturen haben die Bands alles gegeben, um die Fans (auch wenn es schwer war) zum Bewegen zu bringen. Und das hat uns keinesfalls enttäuscht!