Never Say Die! Tour 2015

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Am 6.11 fand die Never Say Die! Tour 2015 ihren Start in Wiesbaden. Für ganze einundzwanzig Konzerte durch ganz Europa sind die sechs Bands unterwegs. Das Line-Up besteht aus altbekannten, aber auch brandneuen Bands, die mit der NSD ihre erste richtige große Tour spielen.

So kam es, dass die Senkrechtstarter von BURNING DOWN ALASKA die Ehre haben, die Tour, die zum neunten Mal stattfindet, in diesem Jahr zu eröffnen. Gefolgt von den christlichen Metalcore-Band FIT FOR A KING, die eine gute Performance lieferten und die Menge anheizen konnten.

Auch CRUEL HAND wussten mit ihrer Musik die Menge, die sich zum Zeitpunkt noch in einer besser gefüllten Halle widerfanden, zu begeistern. Doch nun stand der erste richtige Höhepunkt des Abends, und wohl der Hauptgrund für das rasche Aufkommen der Besucher, an. Es stand außer Frage, dass mit BEING AS AN OCEAN eine der zur Zeit beliebtesten Hardcore-Acts vertreten war. Jede Menge weiblicher Besucher feierten die Band, die ein klares Konzept darboten, welches stark mit Herzschmerz-Melodien und mitreißenden Clean-Parts versehen war.

Nach der Performance wirkte es fast so, als hätten zweihundert minderjährige Mädchen das Konzert verlassen müssen, so kam es, dass DEFEATER zwar ein gewisses Publikum hatten, dieses aber deutlich abgespeckt im Vergleich zur Vorband war. Dennoch bot das Quartett eine mitreißende und ebenfalls hoch emotionale Show.

Mit THE AMITY AFFLICTION fand der Tourauftakt der Never Say Die! Tour 2015 ein Ende. Im Vergleich zu den Headlinern der vergangenen Jahre, zugegeben eine hier zu Lande eher unbekannte Band, die ihre Fans aber dennoch überzeugen und neue dazu gewinnen konnte. Der Abend hatte ein etwas differenziertes Konzertgefühl, bedingt durch die vielen Change-Over, die mehr an ein Festival erinnerten, während einige Leute, sichtbar nur für bestimmte Bands kamen. Im Vergleich zu Headlinern wie SUICIDE SILENCE oder PARKWAY DRIVE, war das Lineup schwächer und auch die musikalische Eintönigkeit, der hauptsächlich im Hardcore angesiedelten Bands, hätte eine größere Diversität vertragen. Für Genrefans aber wohl das genau das Richtige.