NEBERU – Point Zero

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Dunkel, dunkler, NEBERU

Nachdem es längere Zeit ruhig um die Jungs von NEBERU war, sind sie zurück mit ihrem Debütalbum “Point Zero”. Seit ihrer 2013 erschienenen EP “Impulsions” ließen die vier Musiker eine Weile nichts von sich hören. Dafür sind sie jetzt mit neuem Klang und einer neuen Scheibe zurück.

Gleich zu Beginn wird man als Hörer von einer dunklen Atmosphäre umgeben, die das Album vermittelt. “Point Zero” soll den absoluten Tiefpunkt beschreiben. Das macht sich nicht nur in dem düsteren Sound, sondern auch in den Lyrics bemerkbar, die teilweise sehr persönlich sind.

Musikalisch bewegt sich die Band im Metalcore. Jedoch bietet das Album viel mehr als das: von djentigen, progressiven Riffs bis hin zu Rap – NEBERU lassen sich nicht in eine Schublade stecken.

Das Konzept des Albums ist düster und versetzt den Hörer in eine schwarze Stimmung, die Songs sind jedoch instrumentell sehr abwechslungsreich. Während “Selfecution”, unter anderem auch die erste Singleauskopplung, sehr energiegeladen und fast schon böse klingt, ist “Delusional” ein Song der ruhigeren Sorte. Die Cleanvocals verleihen der Platte eine trance-ähnliche Stimmung. Das klingt auf Dauer aber gleich. Dafür können die Screams umso mehr überzeugen.

Das lange Warten hat sich definitiv gelohnt. “Point Zero” lässt die Band in einem neuen Licht erscheinen und Fans des Metalcore sind gut bedient. Dass die Musiker viel Herzblut hineingesteckt haben, merkt man sofort. Auch das Konzept ist interessant und durch die persönliche Note wird die Platte nicht langweilig.

Auch der Sound ist sehr klar, was den Hörgenuss deutlich erhöht. Wer die junge Band noch nicht kennt, sollte sich das Album definitiv nicht entgehen lassen. “Point Zero” von NEBERU erscheint am 21. Oktober 2016 unter Redfield Records.

8 von 10 Punkten auf der “execute-me”-Skala