Metal Up Your Life Vol. 2

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Das Metal Up Your Life ging am 1.10. in der Oettinger Villa in Darmstadt in seine zweite Runde und ich durfte dabei sein. Eingetroffen bin ich gegen halb sechs, also eine Stunde vor Einlass. Nach dem ich allerdings ein Date mit BURDEN OF LIFE hatte, konnte ich schon vorher rein, mir die Oettinger Villa anschauen und ein bisschen ALL WILL KNOW bei einer letzten Akustik-Probe zuschauen. Schnell fand ich dann auch Christian Kötterl. Er ist mit seinem Bart auch nicht zu übersehen. Das folgende Interview mit ihm und Karl war dann cool, entspannt und nett, dazu dann aber mehr an anderer Stelle. Bis zur ersten Band waren es dann noch 90 Minuten, welche ich euch erspare. Dafür noch was zum Festival an sich, organisiert wurde dies von ALL WILL KNOW, welche gleichzeitig ihr fünf Jähriges bestehen gefeiert haben. Nach dem am 6. Februar schon die erste Edition statt gefunden hatte, wurde dies jetzt wiederholt. Das ganze unter der Flagge der New Wave Of German Metal, kurz NWOGM. Drei der elf Bands, welche zu diesem Projekt gehören, sind dann auch hier aufgetreten. ALL WILL KNOW, SOULBOUND und BURDEN OF LIFE.

Als erstes trat die kurzfristig eingesprunge Band PRECIPITATION auf, da die eigentlich vorgesehenen DIFUSED flachlagen und nicht kommen konnten. Der Saal mit der Hauptbühne war noch nicht ganz voll, aber das machte nichts. Die Band machte ihre Sache gut und konnte das Publikum begeistern. Am Ende machten sie noch Werbung für ihr bald erscheinendes erste Album “The Power Of…”, und nach dem Konzert, könnten sich durchaus ein paar mehr Leute die Scheibe holen wollen. Nur eins hat mich etwas gestört, im Hintergrund liefen Filmausschnitte von alten Horrorfilmen, was an sich kein Problem ist, aber dass hat mich dann doch etwas von der Band abgelenkt. Als nächstes ging es dann ins Kaminzimmer, zur Akustikbühne. Diese war schon ziemlich voll, da die Heimband antrat, um ihr Akustikset zu spielen. Dabei war auch ein Saxophon. Das Akustikset war cool und kam auch sehr gut an. Mehr davon!

Dann kam endlich BURDEN OF LIFE. Nun ja, nicht zum geplanten Zeitpunkt, da ALL WILL KNOW, fast verständlicherweise, überzog. Soundcheck war fertig, Band auch, aber kein Publikum da. Dann wurde halt noch bisschen gewartet, noch mal bisschen Bier getrunken, bis dann endlich die Leute aus dem Kaminzimmer zurück gekommen sind zur Hauptbühne. Den Auftritt eingeleitet hat dann erst mal Intromusik und dann legten sie gleich mit “In Cycles” los um die Zuschauer gleich mal zu zeigen wo der Hammer hängt. Die ersten hat es auch gleich zum
Headbangen verleitet, die meisten waren aber wohl noch etwas eingelullt von der Akustik-Musik. Weiter ging es dann mit “Devil In The Detox”, mein persönliches Lieblingslied auf “In Cycles”, gefolgt von “Cardiac Catharsis”, von ihrem zweiten Album. Das Publikum wärmte sich dann auch auf und zeigte, dass ihm der Auftritt ihm gefiel.

BURDEN OF LIFE spielten sehr solide und man merkte, dass es sie schon seit zwölf Jahren gibt. Danach folgten “52 Hz” und “Kafkaesque”. Das Konzert schlossen sie dann mit “Breathing The Soil” von der EP “In The Wake Of My Demise” und “Vanity’s Crown” vom Album “The Vanity Syndrome” ab. Alles zusammen ein sehr gelungener Auftritt, der begeistern konnte.

Anschließend ging es wieder ins Kaminzimmer für ein Akustik-Set, dies mal von SOULBOUND. Nach dem ich aber noch etwas Zeit bei BURDEN OF LIFE verbracht habe und der Raum eigentlich schon überfüllt war und ich wusste, das SOULBOUND später noch mal akustisch spielen würde, bin ich statt dessen an die notwendige frische Luft. Im sehr warmen Hauptraum wurde in der Zwischenzeit der Auftritt von DARKEST HORIZON vorbereitet, welche quasi auch Lokalmatadoren sind, da zu mindestens Aurelius Lie, der Sänger, aus Darmstadt kommt. Selbst beschreiben sie ihren Stil als Melodic Death Epic Metal und das wird auch von der Band auf der Bühne unterstrichen, da sie extra Kontaktlinsen und Makeup trugen, welches einen an Vampire und Werwölfe erinnerte. Aber auch DARKEST HORIZON konnten überzeugen. Aurelius hat auch den Wechsel zwischen Screams, Grunts und klarem Gesang klasse hinbekommen. Definitiv zu empfehlen, wenn man diese Musik mag.

Auf diesen Gig folgte dann erneut BURDEN OF LIFE, dieses Mal akustisch. Bemerkenswert war der Bass von Karl, deren Bassist, da er hier einen NS-Design NXT 4-Saiter eingesetzt hat. Cooles und ungewöhnliches Teil. Gespielt haben sie fünf Lieder, wobei sie eigentlich nicht die eh schon vorhandenen Balladen spielen wollten, sondern eher die härteren Stücke umkomponierten. Doch dann ist ihnen die Zeit ausgegangen und sie mussten dann doch auf eine Ballade zurück greifen, “Lantern Slides” vom aktuellen Album. Das hat dem ganzen aber kein Abbruch getan. Aber schon die Lieder vorher, namentlich und in Reihenfolge, “My Own King” und “Beyond The Breaking Point” wurden solide vorgetragen und wenn man es nicht besser wüsste, hätte man denken können, dass es die normale Version dieser Lieder war. Der Abschluss des fünf Lieder Auftrittes markierten “Gasoline Bath” und “The Narcissist”. Eigentlich ein schnelles und hartes Lied, was man allerdings, wenn man es noch nicht kannte, nicht denken würde. Auch das Akustik-Set von BURDEN OF LIFE war also ein voller Erfolg.

Nach dem vorher noch ALL WILL KNOW mit ihrem Akustik-Set BURDEN OF LIFE die Möglichkeit gegeben hatte auf der Hauptbühne aufzubauen und ihren Soundcheck zu machen, war es dies mal anders herum. Natürlich waren die meisten wegen ALL WILL KNOW vor Ort, da sie nicht nur ihren Geburtstag feierten, sondern auch Organisatoren vom Festival waren. Dementsprechend war auch die Stimmung gut. Sie spielten ein sehr solides Set mit ein paar Gastmusikern, unter anderem Christian von BURDEN OF LIFE. Es wurde natürlich auch viel gefeiert!

Anschließend folgten dann SOULBOUND mit ihrem zweiten Akustik-Set. Dies mal war ich auch dabei und ich war begeistert. Johnny hat eine grandiose Stimme, welche bei den akustischen Versionen der Lieder richtig gut raus kommt und mich an NAKED HAZELBEARD erinnert hat. Hat mir auf jeden Fall Lust gegeben die Band auch mal mit ihrem normalen Material live zu sehen.

Den Abschluss hat dann der Headliner SUIDAKRA gegeben, welche es schon seit 1994 gibt und die Celtic Rock machen. Die Erfahrung merkte man ihnen auch an und obwohl das Publikum am Anfang nicht so richtig mit machen wollte oder konnte, immerhin war es schon nach Mitternacht, hatten sie Spaß. Der Auftritt war routiniert und gut. Das Publikum konnten sie dann sogar zu einer Wall Of Death animieren.

Mein persönliches Fazit von dem ganzen, hat sich gelohnt, hat Spaß gemacht, nächstes mal gerne wieder, dass Datum steht auch schon, es wird der 25. März 2017 sein. Das ganze war super organisiert und ich freue mich schon auf die nächste Ausgabe.