LAX DIAMOND – Heartbound

Artikel von
1610951_684040368396204_8853454537837792969_n

Musik atmet Emotionen. Jedes Stück verbreitet dabei eine ganz individuelle Stimmung. Dieser Atmosphäre sind sich auch LAX DIAMOND aus Hamburg bewusst, ihre EP “Heartbound” spielt auf verschiedenste alltägliche Szenarien an und löst so für den Hörer ganz eigene Gefühle aus.

LAX DIAMOND startete als Rap-Projekt von Alex Thiel. Schon kurz nach der Gründung gesellte sich auch Kevin Niedernhöfer zu ihm; beide waren zuvor bei BEFORE I FORSAKE tätig. Aus einem Projekt wurde eine Band und aus einer One-Man-Show wurde Indie-Pop mit Rap. Diese Entwicklung ist insbesondere bei “The Rain” und “Phoenix” auf der einen und “Thunder”, “Heavy Hearts” und “Ghost Orchid” auf der anderen Seite wiederzuerkennen. Während die zwei erstgenannten Songs auf die spielerische Interaktion der ganzen Band setzten, wurde die Instrumentalisierung bei den drei verbleibenden Tracks reduziert und Frontmann Alex Thiel bleibt mehr Platz seine Lines zu droppen.

Die fünf Lieder behandeln die Reise eines Individuums von der Schulzeit (“The Rain”), der ersten Romanze (“Thunder”), deren Schwierigkeiten (“Heavy Hearts”) und der schlussendlichen Trennung (“Ghost Orchid”), welche den Protagonisten in ein Tief wirft, welches er im Finale (“Phoenix”) überwindet. LAX DIAMOND besingen teilweise unrationale Entscheidungen, die man in seiner Jugend träfe, so die Band selbst. Und eben weil diese Stufen jeder durchlebte oder noch durchlebt, kann sich der Hörer gut mit den Lyrics identifizieren.

Die EP wurde von Kayboarder Dennis aufgenommen. Der Sound der Musik, der einen professionellen Auftritt verlangt, enttäuscht. Beispielsweise das Vorspreschen bei “The Rain” gleich nach dem gefühlvollen Intro, welches an CASPERs “Ascheregen” erinnert, zündet so gar nicht, weil sie Soundwand einfach zu fragil klingt. LAX DIAMOND das Image einer Indie-Band wesentlich besser, so sollten vermehrt auf Tracks wie “The Rain”, das übrigens ein Feature mit COYOTES-Sänger Bobby beinhaltet, setzen, da diese aufgrund ihrer positiven, treibenden Melodien begeistern können.

6 von 10 Punkte auf der “wanna-bring-you-the-moon”-Skala