Wie iTunes das Business revolutionierte

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Ab Montag - die Themenwoche "Musik-Konsum im digitalen Zeitalter"!

Erst war es Napster, dann iTunes: Steve Jobs gelang im April 2003, die Musikbranche umzukrempeln. Wo Napster jedoch nur ein Wandel von temporär begrenzten Ausmaßes gelang. schaffte es iTunes die Digitalisierung gänzlich in die Musik-Branche zu integrieren. Vor mehr als zehn Jahren ging das Apple-Programm auf den Markt und führt mittlerweile mehr als fünfunddreißig Millionen Lieder in seiner Bibliothek. Wir erinnern uns zurück: Ganz zu Anfang des Jahrhunderts war der allgemeine Konsens, dass mit Musik im Internet kein Geld verdient werden könne. Jobs sah das anders – und sollte recht behalten.

Wo der Musikmarkt durch illegale Kopien strauchelte und Verkaufszahlen nicht mehr stiegen, zeigte Apple eine kostengünstige und auch von Labels und Künstlern anerkannten Weg auf: Musik-Downloads für Geld. Im April 2003 ging der iTunes Store online. Das erste Angebot umfasste zweihunderttausend Songs von insgesamt fünf Plattenfirmen. Mit der Idee von legalen Musikdownloads zu kostengünstigen Preisen spann Apple seine Erfolgsgeschichte weiter und veränderte die gesamte Landschaft der Musikwelt.

Die Digitalisierung der Musik, welche mit Napster begann, würde mit Hilfe des iTunes Stores fortgesetzt – auf legalen Pfaden. Durch die gleichzeitig hohe Verkaufszahl von MP3-Playern, steigenden Downloadzahlen über Apple und vergleichbaren Online-Shops brachen die Käufe von physischen Tonträgern ein. Die Kombination aus Download und tragbaren Abspielgeräten ersetze zudem weitestgehend die heimische Stereoanlage und bremste das klassische Musikgeschäft aus.

Die großen Bosse des Business sahen sich mit einem neuen Problem konfrontiert. Sie hatten zwar Napster ausgeschaltet, doch mit Apple hatten sie Verträge ausgehandelt. Zwei Drittel der Umsätze wanderten an die Labels, ein Drittel an Apple. Jahrelang war das Musikbusiness zu träge gewesen, die Chance und das Potential der Online-Welt zu sehen.

Auch wenn der iTunes Store vorerst nur über Mac-Geräten und in den USA zugänglich war, steigerte sich sein Erfolg enorm. Ein halbes Jahr nach Launch war der Store auch über Windows und nach einem Jahr international zu erreichen. Das Geschäftsmodell setzte sich durch; Apple verkauft heute mehrere Millionen Songs – am Tag. Inzwischen würde der iTunes Store mehrfach kopiert, doch kein Anbieter ist letztendlich so erfolgreich wie Apple. Die kalifornische Firma ist noch heute Vorreiter der digitalen Musikwelt, die sie seit 2003 verändert haben.

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