ISLANDER – Violence & Destruction

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Victory Records haben wieder einen neuen Stern am Musikhimmel entdeckt: ISLANDER. Mit ihrer EP “Pains” konnten die Musiker schon gute bis sehr gute Kritiken einheimsen. Für ihren Longplayer “Violence & Destruction” haben sie sich mit Cameron Webb, der unter anderem schon mit SILVERSTEIN oder dem ALKALINE TRIO kooperierte, zusammengesetzt. Webb hat der Band einen satten aber erdigen Sound gezimmert. Dieser ist gut genug, um die Qualität des Sounds hervorzuheben, aber auch den Ecken und Kanten der Musik Spielraum zur Entfaltung zu lassen.

ISLANDER spielen Hardcore mit Einflüssen verschiedenster Genre. Zu Anfang von “Violence & Destruction” zeigen sich die Inselaner von ihrer harten Seite. Post-Hardcore vom Feinsten. Bei “Coconut Dracula” sind ein paar Rock-Riffs zu finden; “Cold Speak” ist ebenfalls eine Rock-Nummer. Im zweiten Drittel brechen jedoch wieder alle Emotionen aus den Musikern heraus und der Hörer sieht vor seinem inneren Auge, wie die Band die Bühne zerlegt.

“Violence & Destruction” bietet ein intensives Hörerlebnis. Immer dann, wenn man sich auf der sicheren Seite fühlt, wechsel ISLANDER die Spielrichtung und überraschen mit Hardcore, Rock oder Ambient – “Kingdom”. Insgesamt gibt es zwölf dieser Berg- und Talfahrten. Auf Platte gebannt klingt der Ideenreichtum von ISLANDER genial – daran gibt es rein gar nichts auszusetzen. Trotzdem wirkt die Masse überwältigend und kein Song bleibt im Ohr. So schaltet der Hörer trotz Qualität weiter. Vielleicht hätte weniger auf das kreative Chaos, welches die Fans durch ein Wechselbad der Gefühle schickt, sondern eher auf einen roten Fadem im Songwriting gesetzt werden sollen.

6 von 10 Punkte auf der “castle-of-your-highest-power”-Skala