DIE DEARLY DEMENTED-STÄDTEREISE MIT INFECTED WORLD: Mainz

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Die Städtereise ist zurück. Die Serie rund um Bands und ihre Heimat geht in ihre zehnte Auflage. Heute führen uns INFECTED WORLD virtuell durch die rheinland-pfälzische Landeshauptstadt Mainz.

Hallo Stefan, wie würdest du Mainz für Auswärtige beschreiben? 

Stefan: Viel zu viele Studenten…alles voll davon. Überall Kneipen mit BWL-Studentinnen… ein riesen Unicampus mit noch mehr jungen Menschen…die machen nur Partys…grauenhaft…

Klingt ja…gruselig! Wie sieht das Stadtbild von Mainz aus?

Stefan: Absolute Großstadt mit Brennpunktelementen, dann auf der anderen Seiten Wissenschaftsstadt. Viele Menschen mit viel Geld. Wir gehören nicht dazu.

Abgesehen vom Geld, ist Mainz denn reich an Musik?

Stefan: Leider ist die Club und Live-Musikszene etwas rar, wie wahrscheinlich in vielen Städten. An kleinen Bands mangelt es hier nicht. Jedoch an Proberäumen. Größere Bands kann man meiner Meinung auf der Hand abzählen. BUFFET OF FATE, RISING ANGER, YESTERDAY I HAD ROADKILL, AWAKE THE MUTES, ALL ITS GRACE und uns vielleicht noch. Manche von den Bands würden sich eher zu Wiesbaden zuordnen, aber eine Zuordnung macht hier echt keinen Sinn. Es gibt vielleicht fünf Schuppen, außer den Jugendzentren, wo man als jüngere Band auftreten kann, je nachdem welches Genre man behaust. Ich würde die Clubs aber als offen für Ideen bezeichnen.

Ganz konkret: Was fehlt Mainz?

Stefan: Was meiner Meinung nach fehlt ist etwas wie der Schlachthof in Wiesbaden. Die Städte sind aber so dicht beieinander, dass man im Grunde keine Band verpasst.Viele größere Bands reisen hier durch. Was jedoch Schade ist, die Livemusik wird hier nicht mehr so gewürdigt wie sie es mal wurde. Es gibt immer weniger Leute die zu Newcomer-Konzerten gehen.

Zurück zum Tourismus! Was sind deine drei Lieblingssehenswürdigkeiten?

Stefan: der Burgerladen: von Studenten aufgebaut, super Hamburger und schnelle Bedienung.
Landtag: man merkt in der Gegend wirklich wo die Politiker ihre Gäste entlangführen. Die Rheingegend wird auf jeden Fall mehr gepflegt als manches Schulsystem. Uni Campus: Hier lernt man noch wirklich was. Meinungen, Ideen und Kreatives. Tag uns Nachts. Glaube die Leute dort sind auch wirklich voll intelligent.

Alle Studierenden müssen auch mal runter vom Campus. Was bietet Mainz für Schüler und Studierende mit kleinem Geldbeutel?

Stefan: Den Winterhafen. Da ist eigentlich immer was, wo man mitfeiern kann. Nehmt euch euer Bier mit uns setzt euch zu den Leuten oder an den Rhein. Da ist immer gute Stimmung. Alternativ soll der Bahnhof ja auch ganz nett sein mit Rewe-Bier.

Danke für diesen kreativ-chaotisch-liebevollen Einblick in deine Stadt, Stefan.