IN EXTREMO – Quid Pro Quo

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Es wird Gesellschaftskritisch!

Die werten Barden und Minnesänger namens IN EXTREMO sind landein, landaus bekannt und seit dem Jahr des Herren 1995 in den Deutschen Landen und der restlichen bekannten Welt mit ihren Instrumenten auf Reisen. In diesen Jahren wurden elf Werke erschaffen, welche sie immer bekannter machten. Nun folgt mit “Quid Pro Quo” das zwölfte Werk, welches die Gruppe am 24. Tage des Brachmonats Juni, im Jahre des Herrn 2016 der Welt bekannt gemacht hat. Hierauf haben Sie ein paar Überraschungen parat, was man nach der langen Zeit nicht unbedingt erwartet, aber zeigt, dass man doch immer wieder was neues von den Herren erwarten darf und noch lange keine Ende in Sicht ist von ihrer Schaffenszeit. Dazu aber später mehr.

Mit diesem Werk präsentieren uns die Musiker elf neue Oden. Eins für jedes vorherige Werk? Wohl eher Zufall. Und nun auch zurück zum aktuellen Hochdeutsch.

Eröffnet wird das Album mit einem Lied, wo ich direkt an meinen Vergleich STORM SEEKER mit IN EXTREMO dachten muss. Es ist das Lied “Störtebecker”, welches von, wer hätte es erahnt, Störtebecker handelt. Also ein Piratenlied, eigentlich die Spezialität von STORM SEEKER. Macht nichts, dass Lied hat drive. Auf Roter Stern”, dem nächsten Lied, tritt Hansi Kürsch von BLIND GUARDIAN als Gastsänger auf und singt dort zum ersten mal in seiner Gesangskarriere auf Deutsch. Aber er war so angetan von der Idee, dass er gleich zusagte, als IN EXTREMO ihn fragte.

Eigentlich könnte ich über jedes Lied was schreiben, ist keins wie das andere und jedes hat so seine Besonderheit. Erwähnt werden sollten aber noch “Sternhagelvoll”, welches ich mir gut vorstellen kann als Sauflied in einer Kneipe, sowie Flaschenteufel welches das härteste Lied auf dem Album ist. Hier haben auch Marcus Bischoff und Alexander Dietz von HEAVEN SHALL BURN die Möglichkeit sich den IN EXTREMO Fans vorzustellen. Noch zwei, dann bin ich ruhig. “Pikse Palve” welches ein Back to the Roots Lied ist, mit auch ein paar neuen Instrumenten aus dem Mittelalter und “Glück auf Erden”, welches das schnellste Lied auf dem Album ist und zum Tanzen animiert.

Zu guter letzt ist aber auch noch der Titel-Track erwähnenswert, da die Band hier ausnahmsweise gesellschaftskritisch wird und alle sieben Mitglieder mitgeschrieben haben. Hier geht es darum, dass im Gegensatz zum Namen des Liedes, es mittlerweile oft nur noch ums Nehmen geht und nicht mehr ums Geben und die Band das verurteilt.

Insgesamt ist es ein sehr gut gelunges Album von IN EXTREMO, welches die Qualität hat, welche man von solch einer alt gedienten Band erwartet. Es darf bei keinem IN EXTREMO Fan im Regal fehlen und auch die anderen Metal Fans erfreuen sich bestimmt daran, das Album ihr eigen zu nennen.

9 von 10 Punkten auf der “wir-beten-nicht-wir-glauben”-Skala