HATEBREED – The Conrete Confessional

Artikel von
hatebreed-the-concrete-confessional-review-benny-chrubasik-dearly-demented

Wo HATEBREED drauf steht ist auch HATEBREED drin – so lautet die weitläufige Meinung zum Stil der Hardcore-Legenden. Auch beim aktuellen Album “The Conrete Confessional” steht die Band zu 100 Prozent zu ihrem Stil aus Old-School-Riffs, welchen mit metallischen Einlagen eine gewisse Würze verliehen wird.

Die Rhythmus-Fraktion, bestehend aus Trommler Matt Byrne und Bassist Beatie sorgt für den nötigen Druck, welcher durch das fiese und wütende Organ von Sänger Jamey Jasta bis ans Limit gesteigert wird. Speziell die ersten Songs der Platte finde ich sehr sehr geil. Los geht es mit dem rasenden Opener “A.D.”, der sich übrigens auch sehr gut als Klingelton eines jeden Handyweckers eignet. Eine senkrechte Sitzpostion morgens um sechs Uhr ist garantiert.

Die Single-Auskopplung “Looking Down The Barrel Of Today” ist für mich der absolute Hammer-Song Albums. Dieses markante Mainriff, welches wieder und wieder einsetzt und in Kombination mit dem Wechsel aus langsamen und schnellen Beats so ulra tight daher kommt, zählt mit zum Besten, was die Band jemals auf den Markt gebracht hat. Der dritte Titel “Seven Enemies” ist eine etwas langsamere und düstere Nummer, welche meinen Kopf ebenfalls zum Nicken bringt. Das gleiche gilt für das etwas temporeichere “In The Walls”. Leider fällt die Qualität danach etwas ab und kann das Niveau der ersten Minuten nicht ganz halten.

Die nächsten Titel – ausgenommen das geile und dynamische “Somethings Off” – sind zwar nicht schlecht und beinhalten auch alles was einen typischen HATEBREED-Song ausmacht, verschwinden jedoch in der Versenkung zahlreicher Outputs, die leider sehr ähnlich klingen. Mir fehlt etwas Eigenständigkeit im Bezug auf die einzelnen Songs an sich. “Slaughtered In Their Dreams” ist der wohl metallastigste Song der LP und überrascht durch den ein oder anderen thrashigen Moment. “The Apex Within” und “Walking The Knife” drücken noch einmal ordentlich auf die Tube während “Dissonance” ein wenig im Sande verläuft. Mit dem Abschlusstrack “Serve Your Master” knallen HATEBREED am Ende der LP einen waschechten Stampfer raus, welchen man an dieser Stelle garnicht vermutet.

Insgesamt ein solides Album. Man kann den Amerikanern nicht vorwerfen, dass sie hier nicht abgeliefert hätten, was Die-Hard-Fans erwarten. Es gibt einige echte Highlights – “Looking Down The Barrel Of Today” ist hier besonders hervorzuheben. Bei manchen Songs vermisse ich allerdings eine gewisse Detailverliebtheit und das Auge für entscheidenden Trademarks. HATEBREED hätten mit “The Concrete Confessional” eine weitere großartige Platte auf den Markt bringen können. Leider wurde aus oben genannten Gründen etwas Potential verschenkt.

6 von 10 Punkten auf der “still-here-right-here”-Skala