GOLDFALL – The Crumbling Manifest

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2013 war das erste Jahr von GOLDFALL, das eine vielversprechende Bandzukunft prophezeit: Neben zig Shows in der ganzen Republik, haben die Sarstedter ihre erste EP “The Crumbling Manifest” aufgenommen.

GOLDFALL (die Band kokettiert auch gerne mit dem Adjektiv goldvoll) haben sich dem melodischen Hardcore verschrieben. Durch die mäßige Produktion der fünf Songs klingt die Musik roh und ungehobelt – doch dieser naturbelassene Zustand steht der Band gut. Ein Produzent, der die Band bei der Hand nimmt, hätte “The Crumbling Manifest” sicherlich gut getan.

“Leadership”, ein Featuring mit Tim von 5 FT HIGH & RISING, ist die perfekte Genrebeschreibung von GOLDFALL – melodisch und flott ist die erste Hälfte, danach wird es rotziger mit einem Breakdown – Melodic Hardcore eben. Nach dem auffällig unauffälligen “Strength” folgt das abwechslungsreiche “Follower” und auch gleich das nächste Feature “Temper”, bei dem Hendrik von MY HEART A CROWN zu Wort kommt. “Salvation” hingegen ist ein schleppender, atmosphärischer Rauswerfer – viel Gefühl, große Emotionen!

Die Lieder sind kurz gehalten, so kommt die ganze EP auf eine Spielzeit von fünfzehn Minuten. “The Crumbling Manifest” ist als erstes Lebenszeichen ausreichend; für spätere Releases müssen GOLDFALL noch am Feintuning schrauben. Zum Beispiel müsste Sänger Eric etwas an seiner Gesangstechnik arbeiten. Das Songwriting ist soweit fertig, doch ein bisschen mehr Eingängigkeit für die großen Refrains fehlt der EP dann doch noch – nicht ganz goldvoll.

6 von 10 Punkte auf der “your-idols-will-fall”-Skala