Ghost Empire Tour 2015

Artikel von
bannerghostempire

Unermüdlich, diese CALIBAN-Jungs! Mit viel Erfolg verlief der erste Teil der “Ghost Empire”-Tour. Die zweite Rutsche zum aktuellen Top-10-Album führte die Band an achtzehn Tagen durch achtzehn Städte in Deutschland, Österreich, Schweiz und Niederlande. Am 28. Januar gastierten die vier Bands der Tour in der Frankfurter Batschkapp.

Als Opener begleiten ANY GIVEN DAY die Tour, die erst kürzlich ihr Debüt “My Longest Way Home” veröffentlicht haben, dafür aber auf eine gute Unterstützung des Publikums zählen konnten. Sowohl eigene Hits als auch das RIHANNA-Cover “Diamonds” kamen bei dem hessischen Publikum ausgesprochen gut an. Die Band schien außerdem hoch motiviert zu sein, nicht zuletzt da die “Ghost Empre”-Tour ihre erste große Konzertreise darstellt.

Als zweite Band spielten DREAM ON, DREAMER, welche den Underdog des Quartetts darstellten. Auch passten sie musikalisch nur bedingt zu den drei restlichen Gruppen, die intensiven Gebrauch von cleanen Refrains machen. Die Australier hingegen bauen auf progressivere Songstrukturen; Tapping kommt bei feierwütigen Fans eben weniger gut als ein durchgepowerter Chorus an. Trotzdem muss festgehalten werden, dass die Band aus Down Under mit ihrer Stage-Präsenz sowie ihrer musikalischen Können mit zu den Besten des Abends gehörten.

BURY TOMORROW aus Süd-England hatten das Publikum wieder fest im Griff – insbesondere die Hits von ihrem zweiten Album, beispielsweise “An Honourable Reign” oder “Lionheart”, wurden mitgesungen. Daniel Winter Bates’ Ansagen, dass sie eine Band zum Anfassen seien, machte BURY TOMORROW symphatisch ebenso wie das Bad in der Menge zum Ende des Sets hin.

Ein etwas unorthodoxer Einstieg mit “I Rape Myself” stand CALIBAN sehr gut. Auch im weiteren Verlauf wurden Lieder älteren Datums wie “Forsaken Horizon”, “The Beloved And The Hatred” oder “Nothing Is Forever” gespielt – und dankbar mitgesungen. CALIBAN lieferten eine gewohnt gute Show ab, wobei Sänger Andy anzumerken war, dass ihm bereits vierzehn Konzerte mit mehr als einer Stunde Spielzeit in den Knochen steckten. Doch die Schwäche wurde durch eine gute Bühnenshow und dem Einsatz der Zuschauer wettgemacht. Zahlreiche Stagediver bewegten ihre “zuckersüßen Ärsche”, wie Andy sie nannte, über die Köpfe des Pits hinweg in die rettenden Arme der Security, die bei diesem Konzert ausgesprochen gut gelaunt arbeitete.

Die “Ghost Empire”-Tour in der Batschkapp bildete einen runden Konzert-Tag – von der Bardame, über die Crew bis hin zu den Bands fand wohl kein Gast ernsthaften Anlass zu Meckern.