FUTILE – Fractured Divine

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Widmen wir uns mal wieder dem Thema Booklet. ESCAPE ARTISTS hatten es schon vorgemacht. Nun kommt auch von FUTILE ein kleines Schmankerl in Sachen CD-Verpackung. Butterbrotfarbenes Papier, welches auch von der Haptik her ein wenig daran erinnert. Aber dann! Ein Siegel? Edel, edel.

Bei der CD angekommen merkt man, hier wird das Konzept Gesamtkunstwerk verfolgt. Die CD-Hülle und CD bilden eine optische Einheit. Genauso wie dann die Musiker auf den Aufnahmen. Die streckenweise von der Kompositionen ein wenig an PORCUPINE TREE erinnernde Musik der Alternativ-Metaller aus Karlsruhe bieten mit fünf Tracks vergleichweise wenig, dafür jedoch umso längere Lieder, die sehr textlastig sind. Dennoch tauchen zwischen den Gesangsparts immer wieder musikalische Ausbrüche auf, in denen teils lyrisch improvisiert wird.

Dabei haben alle Songs einen eigenen Spannungsbogen, beschreiben sehr persönliche Empfindlichkeiten, Gedanken und Situationen. Teilweise fast schon zynisch, überzogen setzen FUTILE die Texte doch fulminant abwechslungsreich und setzen die Gefühlsschwankungen musikalisch prägnant um. Was von Bands anderer Sparten des Metal teilweise umgangen wird, wird hier auf gutem Niveau umgesetzt. Dabei entsteht zu keinem Zeitpunkt der Eindruck, Popmusik zu hören.

FUTILE setzen mit diesem Album eine deutliche Marke und liefern ein emotionales und nachdenkliches Album ab, das sich nicht zum nebenher hören eignet. Insgesamt ein Gesamtkunswerk, auf das man sich aber auch einlassen muss.

7 von 10 Punkte auf der “I-will-always-be-our-beautiful-lie”- Skala