FAR BEHIND THE SUN – Transmission

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Was befindet sich eigentlich weit hinter unserer Sonne? Diese Frage nahm sich eine Band aus Kempten zum Titel ihres Bandnamens. FAR BEHIND THE SUN, atmosphärische, weit getragene Musik implizierend folgen die Bayern musikalisch einer eigenen Version des Post-Rocks, der hin und wieder an bekannte Vertreter erinnert.

Tatsächlich klingt das, was mit dem Song “Deep Moon” startet, ein bisschen wie IF THESE TREES COULD TALK. Ein eher rauher Sound von eingängigen Melodien, wird durch Akkorde getragen, während Tremolo Gitarren und auf den Punkt gespieltes Schlagzeug die Grundlage schaffen. Wie auf einer Odyssey durch das Weltall, treibt dieser erste Song enorm voran. Die Songs auf “Transmission” stechen durch Details heraus und sind genregetreu eher langgezogen, sodass Spielzeiten von bis zu sieben Minuten keine Ausnahme darstellen. Auch wird viel wiederholt, doch diese Repititionen bauen die Lieder auf und spitzen sie zu, sodass diese unterhaltsam, kurzweilig und erzählend wirken, wenn auch gar keine Lyrik vorhanden ist. Ein weiteres Highlight ist der Song “Meteora” zu dem die Band auch ein Musikvideo gedreht hat. Wenn auch sich die Band treu bleibt ist zwischen den einzelnen Songs dennoch eine angenehme Balance und Abwechslung vorhanden, die für ein spannendes Hörerlebnis sorgt.

Fans von Bands wie IF THESE TREES COULD TALK, TIDES FROM NEBULA oder GOD IS AN ASTRONAUT werden überrascht sein, dass es eine Post-Rock-Band quasi um die Ecke gibt, die mit Bands dieser Größenordnung mithalten kann. Denn was FAR BEHIND THE SUN auf ihrem Debut “Transmission” zeigen, ist gut gespielter, wirklich schöner Post-Rock, der zwar noch etwas Luft nach oben verspricht, aber eine sehr solide Grundlage bildet.

8 von 10 Punkte auf der “deep-moon”-Skala