DRIVEN BY ENTROPY – Driven By Entropy

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driven by entropy

DRIVEN BY ENTROPY haben sich dem progressiven Metal verschrieben. Mit einem Hauch Melodic Death und Djent Metal angereichert, ergibt diese Mischung das selbstbetitelte Debütalbum.

Was sofort an “Driven By Entropy” auffällt, ist, dass der spielerische Anteil nicht die Überhand gewinnt. Obwohl die Frankfurter sich verspielt geben, kommt es nicht zu instrumentalen Frickelstücken. Jene unterbrechen zu häufig den Spielfluss. DRIVEN BY ENTROPY haben eingängige Stücke mit Groove komponiert, die mit einigen guten Ideen, wie Stakkatoriffs, durchbrochen werden – “No One Survived”. Überwiegend bieten die Gitarren dröhnende Riffs und, wie zum Beispiel in “Collapse”, einige coole Melodien. Ein seltenes Phänomen ist Klargesang, den die Band hier und da (“Lies”) als Stilmittel einsetzt. Jedoch wird diese Idee nicht überreizt. Was DRIVEN BY ENTROPY von ihren Djent-Kollegen abgrenzt, ist, dass sie in ihrem Album “Driven By Entrophy” nicht so sehr auf Atmosphäre und Musik als Gesamtkunstwerk setzen, sondern jedes Stück einzeln hochleben lassen.

So gut das Album auch ist, braucht es einige Durchläufe bis es so ganz angekommen ist. Also nicht vorschnell verzweifeln! An den rauen Sound, der gut zur Band passt, muss sich dennoch gewöhnt werden. DRIVEN BY ENTROPY sind eine hype-freie Kombo, die es versteht sehr gute Metalsongs zu schreiben. Ihr Debütalbum “Driven By Entropy” wird das Quintett einige Schritte nach vorne bringen, dennoch heißt es für die Band am Ball bleiben, denn trotz sehr guter Ansätze muss noch mehr kommen. In Sachen Sound und Ohrwürmer ist für die Band noch Luft nach oben.

7 von 10 Punkte auf der “we-don’t-give-a-fuck”-Skala