DARKNESS DIVIDED – Written In Blood

Artikel von
VR709_DarknessDivided

Victory Records strikes again: DARKNESS DIVIDED sind die neueste Band im Rooster des bekannten amerikanischen Labels. Die Band aus San Antonio sind eine christliche Metal-Band, welche musikalisch nicht so ganz das Klischee des sonst so core-lastigen Labels erfüllt.

Das Debüt-Album “Written In Blood” wurde mit Cory Brunnemann in den Alchemist Recording Studios in ihrer Heimatstadt aufgenommen. Lyrisch sind religiöse Themen vorherrschend. Das Konzept ist, dass Menschen trotz alltäglicher Probleme ihren Weg zu Jesus Christus finden. Die Band veröffentlicht folgendes Statement: “Wir hoffen, dass ihr Ermutigung in unserer Message findet. Es geht dabei nicht um einen gewissen Lebensstil, eine Religion oder einen sozialen Status.”

Meine erste Assoziation der ersten Minuten des Longplayers war die Einschätzung, dass DARKNESS DIVIDED mehr Metal als Core benutzen. Bei genauerem Hinhören muss diese Aussage zwar korrigiert, jedoch nicht gänzlich zurückgezogen werden. Der Metal zeigt sich auf der Langrille in Form von einem großen spielerischen Aspekt, der für viel Abwechslung und dynamische Songstrukturen sorgt. DARKNESS DIVIDED sind hörbar gute Liedschreiber und wissen, obwohl noch am Anfang ihrer Karriere, was sie, und vor allem wie sie es tun! Großes Lob für die Gitarrenfraktion. Die einzelnen Parts sind – jeder für sich – große Klasse. Lediglich die Übergänge fallen an manchen Stellen durch Holprigkeiten auf, doch diese fallen nur minimal in’s Gewicht.

Die Core-Fraktion dürfte sich an gelegentlichen Breakdowns, zumeist im letzten Drittel der Tracks angesiedelt, ergötzen. Parallelen zu FOR TODAY – wegen dem Metalcore und der Mission des christlichen Glaubens – sind deutlich vernehmbar, wobei DARKNESS DIVIDED wohl eher als Mischung aus der eben genannten Band sowie wuchtigen Metal-Giganten á la MACHINE HEAD zu charakterisieren ist.

DARKNESS DIVIDED reißen mit “Written In Blood” abslut die Hütte ab – ein Album, welches über weite Strecken überzeugen kann. Mit ein paar kleinen Schwächen, die jedoch nur geringfügigen Ausmaßes sind, fallen weitestgehend nicht auf. Auch die Produktion ist für ein Erstlings-Werk sehr gut gelungen.

9 von 10 Punkte auf der “I-pray-for-an-earth-as-it-is-in-heaven”-Skala