CHILDREN OF BODOM – Halo Of Blood

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Children Of Bodom - Halo Of Blood

CHILDREN OF BODOM sind bekannt für ihre Gitarre-Keyboard-Duelle, fiese Shouts von Gitarrengroßmeister Alexi Laiho und dessen zielsichere Bandführung. Mit einem veränderten Frontmann – weniger Alkoholkonsum und ein erwachseneres Dasein – zeigen CHILDREN OF BODOM auch 2013 erneut ihren Ausnahmestatus in der Metalszene.

Natürlich hat Alexi Laiho nicht die Fahrtrichtung seiner Mannen um 180º herumgerissen, jedoch bietet “Halo Of Blood” einige Neuerungen in der Bandhistorie, die nunmehr seit Anfang der 1990er seinen Lauf nimmt. Alle Songs tragen die Handschrift von CHILDREN OF BODOM: häufig sind die Tracks einfach strukturiert und deshalb eingängig. Diese poppige Ader im Metalgewand gehörte schon immer zur Band, genauso gehört sie auf “Halo Of Blood” zu ihnen. Um nur ein Beispiel hierfür zu bringen: “Scream For Silence”. Auch die anderen Songs pendeln zwischen Thrash und Up-Tempo Metal, den so nur CHILDREN OF BODOM spielen.

Zu den Änderungen: mit “Dead Man’s Hand On You” haben die Finnen eine Art Ballade geschrieben, die mit fiesen Sounds den Hörer in alles, aber keine romantische Stimmung versetzt. Dank Gesangsproduzent Peter Tägtgren hat sich Goldkehlchen Alexi mehr bemüht zu singen – auch wenn sein Stil sich nicht sehr gewandelt hat, so sind einige kleine Änderungen dennoch auffällig.

“Halo Of Blood” hält sicherlich nicht die besten, aber sicherlich die ausgereiftesten Songs der Bandgeschichte parat. Erwachsene CHILDREN OF BODOM machen genauso Spaß wie zu “Are You Dead Yet?”-Zeiten und dafür geben sie sich in einem neuen, schicken Gesamtgewand.

7 von 10 Punkte auf der “Roxette-Cover”-Skala