BURNING DOWN ALASKA – Values & Virtues

Artikel von
BDA-Cover-ValuesVirtues_1500

Dass das Melodic Hardcore-Genre mittlerweile sehr ausgeschöpft ist und kaum noch Raum für Innovation zulässt, sollte niemanden mehr vor neue Tatsachen stellen. Merchandise lässt sich kaum noch unterscheiden, ein eindeutig eigener Sound wird selten kreiert.

Doch genau hier kommen BURNING DOWN ALASKA und durchbrechen das Eis. Bereits vor Release konnte man sich mit den Musikvideos zu “Monuments”, “Savior” und “Phantoms” einen guten Eindruck von“Values & Virtuos” machen, wobei stets die Angst, dass das hohe Niveau nicht gehalten werden könnte, im Raum schwebte. An dieser Stelle kann Entwarnung gegeben werden.

Bereits im “Intro” wird der Sound der kommenden acht Songs klar angegeben. Kraftvolle, klare Vocals, die den Hörer bis zum Ende fesseln, atmosphärische Klanglandschaften, die man sonst nur aus progressiveren Genres kennt und ausgeklügelte Riffs seitens der Gitarristen, die teilweise auch im Indie anzutreffen sein könnten. Ein großes Lob geht hierbei jedoch an den Drummer, der es schafft, jede Stelle der Platte passend zu untermalen und die gesamte Band noch ein Stück emporhebt.

Der nächste Meilenstein ist der Sound. Jede Spur für sich klingt super, aber alles zusammen ist ein Phänomen für sich. Die Drums sind glasklar, die Gitarren perfekt in Lautstärke sowie Sound, die Sampler genauestens auf den Rest abgestimmt und die Vocals sind das Sahnehäubchen auf der Torte.

Trotz dieses bemerkenswert hohen Grundniveaus schaffen BURNING DOWN ALASKA es mit “Savior” und “Phantoms” noch zwei Hits auf die Platte zu packen, die die Messlatte ein ganzes Stück weiter nach oben drücken. Während Michael McGough (BEING AS AN OCEAN) bei “Phantoms” seinen Teil beiträgt, erwarten den Hörer bei “Savior” perfekt passende weibliche Vocals und eine Ohrwurmgarantie.

Wo andere Bands noch auf Breakdowns oder gezwungen gefühlvolle Vocals setzen, sind BURNING DOWN ALASKA einen Schritt weiter und setzen auf innovativen Sound, den man kaum noch irgendeinem Genre zuordnen kann – oder will. Dieses Konzept ist zwar gewagt, aber geht in diesem Fall vollends auf. “Values & Virtuos” ist ein absoluter Pflichtkauf, auch wenn man mit Hardcore nichts am Hut hat. Es bleibt abzuwarten, was die Zukunft für diese Jungs bereithält.

10 von 10 auf der “what-if-there’s-no-savior”-Skala