BLACKWATER HORIZON – The Amusement Army

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Manche Leute geben ihr Geld für schnelle Autos, die neueste Technik oder gutes Essen aus. Es gibt alle möglichen Hobbies und Leidenschaften. Eric, Sänger und Gitarrist bei BLACKWATER HORIZON reist aber viel lieber nach Amerika. Um genau zu sein, in die Südstaaten. Und schon sind wir beim Thema – die erste EP namens “The Amusement Army” klingt nach Southern Rock. BLACK STONE CHERRY nennt die Band als ihren Haupteinfluss.

Die fünf kurzweiligen Tracks wurden in den Klangkantine Studios in Darmstadt unter der Leitung von Chris Kling aufgenommen. Aber den Gesang haben BLACKWATER HORIZON selbst recordet. Die Soundqualität ist im guten Mittelfeld anzusiedeln. Etwas mehr Power würde dem auf Energie und Power bauenden Rock dennoch gut tun. Außerdem fallen kleinste Ungereimtheiten im Mix der Songs auf, insbesondere bezieht sich diese Kritik auf den Mix der Vocals.

“The Amusement Army” beginnt mit der Party-Hymne “Break It Down”, welche strukturell einfach ist, jedoch auch ein ausgiebiges Solo beinhaltet. Besagtes Stück soll den Hörer den Alltagsstress vergessen lassen.

Saturday night I am ready to roll
to get out to unfold my soul
lord all the shit of the week
needs to get out on the dancefloor’s heat

“Painkiller” orientiert sich an seinem Vorgänger. Ein weiter Einfluss scheint durch: Auf die Idee JOHNNY CASH und Konsorten Tribut zu zollen, sind auch schon die Dänen VOLBEAT gekommen. Fern von südamerikanischen Pfaden zeigen sich BLACKWATER HORIZON als Fachleute der Weltliteratur indem sie die wohl berühmteste Doppelgänger-Story “Der seltsame Fall des Mr. Jekyll und Mr. Hyde” in “Jekyll & Hyde” besingen. Hier und in “Once Upon A Time” schlagen die Mainzer ruhigere Klänge an bis “Victim” mit Groove aus der EP ausleitet.

Das Trio BLACKWATER HORIZON schafft es mit einfachen Mittel – kleine Band, vergleichsweise kostengünstige Produktion – ein achtbares Zeichen zu setzen. “The Amusement Army” ist ein eingängiges Mini-Album, welches für alle Rock-Fans gleichermaßen eine Bereicherung darstellt. Die Southern Rock-Note wirkt zudem nicht aufgesetzt, sondern sorgt dafür, dass die Mainzer eigenständig sowie kreativ wirken.

8 von 10 Punkte auf der “rock-it-out-we’ll-never-be-this-young-again”-Skala