BEARTOOTH – Aggressive

Artikel von
beartooth-aggressive-review-dearly-demented-morten-wenzek

Ich bin kein Fan von BEARTOOTH. Das ist kein Geheimnis. “Disgusting” bekam von mir 6 von 10 Punkte: mittelmäßige Musik, umständliche Konstruktionen, bescheidene Produktion. Und die Lyrics von Caleb Shomo… mehr Ich-Bezug geht wohl nicht. Letzteres hat sich auch auf dem von der Szene heiß erwarteten “Aggressive” nicht geändert.

Maybe I wasn’t like all the normal kids / maybe I was born just a little bit different

Caleb Shomo besingt sich in elf von zwölf Fällen. Und dann ist da noch “Rock Is Dead”, dem tonangebenden Hit des zweiten BEARTOOTH-Werks. Für den Sänger und Songwriter ist Rock ‘n’ Roll nämlich nicht ausgestorben: “Aggressive” ist durchsetzt von rockigen Refrains, die unverkopft und straight sind. Das ist moderner Core. Assoziationen zu “Body Bag” sind nicht verkehrt, hier zeichnete sich das gleiche Muster ab.

 Während die Texte eine One-Man-Show ist, ließ Caleb Hilfe beim Album zu. “Disgusting” produzierte er alleine. Für “Aggressive” durfte David Bendeth (PARAMORE, A DAY TO REMEMBER) mitarbeiten. Auch das Songwriting wurde teilweise an John Feldmann (GOOD CHARLOTTE, 5 SECONDS OF SUMMER) abgegeben. Die fremde Hilfe tut dem Longplayer gut: es gibt keinen Moment, der nicht spannend ist. Es gibt keine Sekunde, die nicht packt. “Aggressive” ist um längen besser als sein Vorgänger.

10 von 10 Punkte auf der “if-rock-n-roll’s-dead-you-can-kill-me-right-now”-Skala