BEACH SLANG – A Loud Bash of Teenage Feelings

Artikel von
beach-slang-a-loud-bash-of-teenage-feelings-review-milena-schönfeld-dearly-demented

Wenn schon der erste Song dich zum Lachen und zum Weinen bringt, weißt du, es muss ein ziemlich gutes Album sein. Und du schließt deine Augen und fühlst dich, als wären die Musik und du das Einzige, was existiert. Denn die Textzeilen bringen das Gefühl, von dem du dir wünschst, es würde ewig halten, genau auf den Punkt.

BEACH SLANG erfinden sich auf “A Loud Bash of Teenage Feelings” nicht neu: Einige Gitarrenpassagen kommen dem Hörer vom vorherigen Album bereits bekannt vor, und auch beim Gesang lassen sich melodische Parallelen erkennen. Doch das ist gar nicht schlimm; jeder Song hat trotzdem das gewisse Etwas, das den Hörer für sich einnimmt und ihn – wenn überhaupt – nur schwer loslässt. Die neue Perspektive, aus der die Songs geschrieben sind, macht dabei einen wichtigen Teil aus: Die Texte sind ermutigend, voller Leben, versetzt mit einigen nachdenklichen und melancholischen Zeilen. Die letzteren entwerten die ersteren aber nicht, sondern bringen sie eher noch stärker zum Vorschein.

Bei der Band um Frontmann James Alex liegt in der Kürze nach wie vor die Würze: Nur wenige Songs sind länger als drei Minuten, aber jeder von ihnen so mitreißend, dass man laut mitsingen möchte. Sogar “Art Damage”, der Song, von dem aus sich das vertraute düstere Element durch das Album zieht, schafft das. Obwohl sich das Tempo nach und nach verlangsamt, wird man dieses Gefühl nicht los, dass es einen von innen heraus wärmt. Das Gefühl, betrunken zu sein, ohne betrunken zu sein.

10 von 10 Punkten auf der “we’re-not-fucked-we-are-fucking-alive”-Skala