ADEPT – Sleepless

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ADEPT sind nun schon mit ihrem vierten Studioalbum am Start. Dieser gestaltete sich jedoch im Vorfeld äußert holprig; sah es doch für die schwedische Post-Hardcore-Band zunächst düster aus. Nach Streitigkeiten mit ihrem bisherigen Label mussten sie dieses, bereits fertig produzierte Album neu aufnehmen. Diesmal unter der Flagge des österreichischen Labels Napalm Records. Auch der Facebook-Account der Band wurde laut eigenen Angaben gehackt; man verlor im Vorfeld zum Albumrelease knapp 60 000 Likes.

Am Sound der Platte hat sich zum Vorgänger “Silence The World” nicht viel verändert. Dies ist jedoch nicht verwerflich, da das letzte Album zum bisherigen Höhepunkt des Quintetts gehört. “Sleepless” startet stark und eingängig mit dem Opener “Black Veins” und verlangt dem Zuhörer sogleich ein rhythmisches Kopfnicken ab. Das macht Lust auf mehr. ADEPT setzen in ihrem neusten Werk wieder auf altbekannte Stärken. So sorgen klare und treibende Leadgitarrenparts in nahezu jedem Song für erheiternde Stimmung. Auch Sänger Robert Ljung hat neben seinen kraftvollen Screams viele emotionale Clean-Elemente. Der typische Post-Hardcore-Klargesang mit amerikanischem Pop-Punk-Flair darf natürlich nicht fehlen; auch wenn die lyrischen Themen ernster sind.

Zwischen zahlreichen eingängigen Mitsingrefrains und ruhigen Zwischenspielen reihen sich genretypisch viele Breakdowns und Up-Tempo-Parts ein, die durchaus mächtig sind und Spaß machen. Somit sorgt der Spagat zwischen den Stilen zu einem sehr interessanten Hörerlebnis.

Mit zehn Songs und knapp 43 Minuten ist die Platte weder zu lang noch zu kurz. Im Vergleich zum Vorgänger bietet sie jedoch nicht ganz so viele hitverdächtige Songs. Tracks wie “Dark Clouds” und “The Choirs Of Absolution” gehören definitiv zu den Stärksten. Wirkliche Durchhänger hat das Album jedoch auch nicht. Insgesamt liefern die Jungs ein sehr gelungenes und abwechslungsreiches viertes Studioalbum ab und brauchen sich damit nicht zu verstecken.

7 von 10 Punkten auf der “let-it-be-the-song-that-you-remember”-Skala